Assassins Completionist Review #1 – Control

In dieser neuen Review-Serie will ich euch für Spiele begeistern und informieren, wie gut oder nicht so gut sich ein Spiel vollenden lässt. Diese Mal werfen wir einen Blick auf Control, welches aus dem Hause Remedy Entertainment kommt. Dieser Entwickler sollte schon einigermaßen durch Alan Wake oder Quantum Break bekannt sein.

Zu Beginn nehme ich mir die Zeit und gebe eine kurze Einführung. Diese spezielle Review soll zeigen, wie gut das Spiel ist, wie schwer die Komplettierung ist und wie die Relation zwischen beidem ist. Wie bei regulären Reviews soll die Punktzahl am Ende aussagen, wie gut das Spiel ist, aber mit besonderen Augenmerk auf die Komplettierung. Macht ein Spiel Spaß und lässt einen eine gute Zeit haben, hat dieser Titel auch verdient vollständig erkundet zu werden. Ist ein Spiel nicht besonders gut kann man es einmal durchspielen und sich den Rest ersparen oder es gleich lassen. Weil es gerade bei PS Plus zu haben ist und weil es relativ simpel ist, möchte ich mit Control beginnen.

Die Geschichte hinter dem Titel

Die Geschichte beginnt eigentlich in der Vergangenheit, als Jesse Fadens Bruder Dylan, nach der Entdeckung eines besonderen Objekts, von einer mysteriösen Organisation entführt wird. Viele Jahre sucht Jesse nach der Organisation und ihrem Bruder, hat zu Spielbeginn endlich Erfolg und findet den Sitz des Federal Bureau of Control (FBC). Mit der Hoffnung endlich ihren Bruder entgegen zu treten, begibt sie sich ins Innere, landet aber im Zentrum einer feindlichen Übernahme. Prompt wir sie als neue Direktorin ohne Erfahrung eingesetzt und muss sich dem “Zischen” stellen, um eine Familienzusammenführung erwirken zu können.

Das FBC erinnert mich dabei an die Serie Warehouse 13, wo die Mitarbeiter gefährliche Objekte sammeln und sicher im Lagerhaus verwahren. Genauso gibt es in der Control-Welt Objekte der Macht, die zwar keinen historischen Vorbild entspringen, aber trotzdem sehr viel Chaos anrichten können, wenn sie unbeaufsichtigt sind oder in den falschen Händen landen. Der Unterschied besteht darin, dass man nun in einem solchen Lagerhaus eingesperrt ist, weil die Bedrohung durch das “Zischen” eine Quarantäne innerhalb der Hauses ausgelöst hat. Neu in ihrem Posten muss Jesse sich auch jenen gesammelten Exponaten auseinandersetzen. So wird der Kampf gegen das “Zischen” unterbrochen von lustigen, kleinen Nebenmissionen, die einen gegen die Objekte der Macht und ihre puzzleartigen Herausforderungen stellen. Das sorgt für reichlich Abwechselung und Spaß und wird auch oft belohnt, was letztendlich dabei hilft immer größere Aufgaben zu meistern.

Spannend, lustig und abgedreht – Nebenmissionen kommen in den verschiedensten Formen

So läuft das Spiel

In diesem Abschnitt werde ich darauf eingehen, welche Mittel Jesse während des Spiels ausschöpfen kann. Dabei gehe ich auf Sachen ein, die schon z.B. aus Trailern bekannt sind. Wer diesen Punkte deswegen überspringen will, dem sei nur gesagt, dass alles funktioniert und sich die Fähigkeiten super anfühlen.

Alles was Jesse am Ende des Spiels vom normalen Menschen unterscheidet, sind Objekte der Macht, die sie beherrscht. Dabei würde ich einmal die Kategorie “Amtswaffe” und einmal “restliche Kräfte” formen. Die Amtswaffe ist eine schwarze Pistole, die, wie man im Trailer sehen kann, anscheinend ein gewisses Eigenleben hat, da sie zu atmen scheint. Sie kann, wenn man gesammelte Ressourcen einsetzt, verschiedene Zustände mit unterschiedlichen Feuermodi einnehmen. Die Zauberworte sind “Mix ‘n’ Match”, wie auch bei den anderen Kräften. Man kann sich die Waffe so einstellen, wie es dem eigenen Spielstil am besten tut und diese gewünschten Einstellungen noch verbessern. Dabei sind alle Zustände brauchbar, können aber einzeln situationsabhängig manchmal besser eingesetzt werden, als ihre Gegenstücke. Die Amtswaffe ist ein Allrounder, aber wenn die Munition mal nachladen muss, kann man doch froh sein, dass man auf andere Kräfte zurückgreifen kann.

Die Kräfte kommen von Objekten der Macht, deren Einzelheiten man im Spielverlauf eingeladen wird zu ergründen. Geht man auf oder neben dem Hauptweg auf Erkundungstour, kann man ein Objekt finden und sein Arsenal erweitern. Die Kräfte kann man im Trailer gut in Aktion und in der empfohlenen Verwendung sehen. Wie oben erklärt, kann man Kräfte untereinander oder mit der Amtswaffe kombinieren, um besser gegen das “Zischen” anzukommen. Wenn man z.B. so durch den Raum schwebt, kann man gut die Gegner von oben beschießen oder man schnappt sich mit Telekinese einen Gegenstand aus der Umgebung und schleudert diesen auf die Gegner. Da die Waffe Munition braucht und die Kräfte eine Art “Mana”, kann man ständig wechseln und so das jeweils andere wieder aufladen. Dieser fliegende Wechsel funktioniert fabelhaft, ist sehr gut in das Geschehen integriert und macht so mächtigen Spaß.

Am besten erweitert man sein Verständnis des Umfelds und der Umstände mit den Video-Sammelobjekten.

Der Weg zum Platin

Wie schon eingangs gesagt, ist Control sehr leicht zu komplettieren. Wenn Interesse besteht und einem gefällt, was man im Verlauf des Spiels erlebt hat, dann kommen die Trophäen automatisch. Es gibt nichts was verpasst werden kann, denn auch nach dem Abschluss der Hauptstory, kann man das FBC weiter erkunden. Ebenfalls gibt es keinen Schwierigkeitsgrad zu wählen, weswegen man auch nur einen Durchgang benötigt. Laut den Worten der Entwickler soll Control eine leichte Herausforderung bieten, was meiner Meinung nach eher bei den Nebenaufgaben zu tragen kommt. Wer trotzdem schwer vorankommt, der kann sich das Ganze einfacher machen, da sich in den Optionen diverse Hilfestellungen einschalten lassen. Dies reicht von kleinen Zielhilfen bis zum “Godmode”.

Das sonst so lästige Sammeln von Gegenständen ist ebenfalls einfacher, da die Dokumente und Filme, die es zu sammeln gilt, aus der Entfernung meist schon mit einem weißen Punkt markiert sind und so besser zu sehen sind. Genauso ist das Sammeln spannend, da man so Einblicke in die Behörde und ihr Inventar an Kuriositäten erhält. Hat man nun alles mitgemacht so bleibt doch wahrscheinlich eine Trophäe offen, die einen von den 100% abhält. Sie verlangt, dass man 100 Fertigkeitspunkte ausgibt. Die Punkte erhält man durch das Abschließen von Missionen oder durch das Entdecken von geheimen Orten, jedoch gibt es im Hauptspiel allein nicht genug Missionen, um auf die 100 zu kommen. Normalerweise müsste man nun das FBC auf den Kopf stellen und die geheimen Bereiche finden. Dies ist meinerseits zu empfehlen, wenn man alle Kräfte im vollen Potential erleben will. Wer sich nun nicht umsehen will, kann nutzen, dass es im PS Plus-Angebot die DLCs dazugibt, da man hier noch mehr Punkte sammeln kann. Die DLCs sind ebenfalls empfehlenswert und belegen nochmal ihre eigenen Bereiche im FBC.

Der Sprung zum Erfolg – auch ihr könnt das sicher schaffen

Das Ergebnis

Man kriegt hier im Spieldurchgang wenige Hürden vorgesetzt und kann diese, auch wenn das normal nicht notwendig sein sollte, auch noch in den Optionen ausschalten. Die Geschichte ist interessant und durch das ausgebaute Arsenal und die Fähigkeiten kommt viel Spaß auf. Vollaufgewertet kann man fantastisch experimentieren und Fähigkeiten verbinden, was den Spielspaß nochmal hebt. Ich gebe deshalb eine klare Empfehlung zum Komplettieren von Control.

Control

39,99€ für Ultimate Edition
9.5

Geschichte

9.5/10

Spielprinzip

9.5/10

Platin-Weg: einfach

9.5/10

Pros

  • Interessante, abwechslungsreiche Geschichte
  • spaßiges Spielprinzip
  • schnell und einfach zu erledigen

Cons

  • nichts für Spieler, die nur die nächste, größere Herausforderung suchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.