Baldur’s Gate 3: Episode 1 Ersteindruck – wie nah ist das Spiel an einem Pen&Paper

Baldur’s Gate 3 ist die langersehnte Fortsetzung der Klassiker Baldur’s Gate 1 und 2, sowie deren Addons. Erst inmal sei aber gesagt, dass es keine direkte Fortsetzung ist. Das Spiel, welches die Larian Studios entwickelten spielt 200 Jahre nach den Ereignissen von Thron des Bhaal und öffnet ein neues Kapitel in von Geschichten aus den Vergessenen Reichen!

Wer Pen & Paper mag, wird Baldur’s Gate 3 lieben

Baldur’s Gate 3 ist ein besonderes Spiel. Denn anders wie in den ersten Teilen fühlt man sich hier näher an einem Pen&Paper-Tisch als damals. Dies liegt im Grunde daran, dass viele Aktionen gewürfelt werden. Was damals noch Vollautomatisch ging in den alten Teilen ist nun über Bord geworfen werden. Bei vielen Aktionen würfelt man selbst mit einem W20-Würfel. Dabei ist die Bedienung recht leicht, da angezeigt wird welchen Wert man mindestens Würfeln muss um ein Erfolg zu bekommen. Besonders gefallen tut mir in diesem Spiel der Erzähler, der im Grunde den Spielleiter einer Pen&Paper Runde darstellen soll. Dieser ist natürlich nie zu sehen, erzählt aber was passiert ist wenn du einen Wurf gewinnst, oder verhaust. Gewinnt man beispielsweise einen Weisheitswurf kommt dir eine Maschine sehr bekannt vor, oder du hast schon mal darüber gelesen, vermasselt man diesen erklärt der Erzähler deutlich warum du es vermasselt hast – eben weil du noch nie davon gehört hast oder dich nicht mehr dran erinnerst.

Gerade dieser Erzählungsstil sorgt dafür dass man sich wie in einem Pen&Paper fühlt. Dabei überzeugen auch die besonderen Sprecher die alle einen guten Job machen. Die Übersetzung durch Untertitel funktioniert auch prima.

Natürlich ist dieses Spiel auch für andere Spieler leicht zugänglich. Die Kämpfe sind zwar fordernd, aber schaffbar und beim Würfeln wird dir ja gezeigt was man würfeln muss um die Probe zu gewinnen oder zu verlieren.

Die Charaktererstellung

Anfangen tut es aber definitiv mit der Charaktererstellung, die bereits jetzt mehr Möglichkeiten bietet als die alten Teile hatten. So ist man nicht einfach nur ein Typ der eine gewisse Klasse hat, man kann sogar einen Hintergrund dem Charakter verpassen – mitsamt einigen Würfelboni auf bestimmte Fähigkeiten. Dies sorgt ebenfalls noch einmal für eine große Immersion, denn hat man Schurke ausgewählt, kann man durch seine Aktionen die man im Spiel ausführt natürlich auch Schurkisch Handeln.

Und dies ist auch gewollt, schaut man sich die Charaktere an die man spielen kann. Darunter sind nämlich auch Böse Charaktere des D&D Universums, wie Drow, die weiterhin Lolth anbeten, die finsteren Spinnengöttin der Dunkelelfen. Es ist also möglich einen bösen Charakter zu übernehmen.

Warum jetzt noch kein Test?

Es ergibt meines Erachtens gar keinen Sinn, ein Test zu einem Spiel zu machen welches noch nicht gänzlich draußen ist. Denn das Spiel wird in Episoden kommen, wo jede Episode ungefähr 25-30 Stunden Spielzeit vereinnahmen wird. Das gesamte Spiel wird dann wahrscheinlich knapp 150 bis 200 Stunden Vereinnahmen – diese Angabe ist aber ohne Gewähr.

Beispiele aus dem ersten Level!

Dieses Spiel hat eine enorme Pen&Paper Immersion. Hier seht ihr die Charakterentwicklung

Wie nah ist Baldur’s Gate 3 an einem Pen&Paper. Dieses Video zum Würfelsystem und dem Erzähler gibt Aufschluss

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