Cloudpunk Test

Der Entwickler ION LANDS entführt uns als Rania in die fiktive Stadt Nivalis. Als eine Frau, die hier einen neuen Job annimmt muss sie diesen in dieser einen Nacht durchführen. Gelingt diese Mischung aus Adventure und SciFi?

Über den Wolken

Als neuen Job bei Cloudpunk muss Rania einige Lieferaufträge durchführen. Dabei geht es um Cloudpunk um eine nicht gerade legale Organisation und sollte möglichst unauffällig bleiben. So kommen immer mal Aufträge rein von unserer Zentrale. Diese Aufträge müssen dann erledigt werden. Dabei hat man in jedem Stadtteil großen Freiraum und kann die Aufträge sogar pausieren und später weiter machen, sofern der Status der Aufgabe es gerade zulässt.

Wichtig für Rania ist dabei ihr Lieferwagen, welcher durch die Wolken fliegt – wie so ziemlich jedes Auto im Spiel. Auf jeder Ebene gibt es Parkplätze, wo man aussteigen kann und interessante Charaktere in den einzelnen Stadtteilen treffen kann, sowie Dinge zum sammeln findet, die auch teilweise Nebenaufgaben starten. Wie man also sieht gibt es in dieser Cyberpunk-Welt sehr viel zu tun.

Entscheidungsfreiheiten

Bei manchen Aufträgen hat man dabei die Möglichkeit zu Entscheiden was man tut. In einer Mission haben wir ein Paket zum Ausliefern aufgehoben welches getickt hat. Also? Wie damit nun verfahren? Ausliefern oder es lieber zerstören? Auswirkungen hat dies in dem Sinn auf jeden Fall das Charaktere irgendwann erzählen was passiert ist. Als ständiger Begleiter von Rania ist ihre KI, die auch häufiger mal ihre Bedenken äußert.

Keine Kämpfe, gute Story

Das Spiel kommt dabei komplett ohne Kämpfe aus. Man ist Lieferwagenfahrerin und so fühlt es sich natürlich auch an. Man bringt Pakete weg, nimmt Quests von anderen Charakteren an, verbessert Ranias eigene Wohnung – es gibt in dem Spiel einiges zu tun. Geht euer Skycar mal kaputt, so könnt ihr dies reparieren, aber auch verbessern lassen. In jedem Stadtteil gibt es Menschen die eine Geschichte haben, auch der ein oder andere Imbissstandbesitzer hat was zu erzählen. Die Geschichte ist mit ihrer Spielzeit nicht besonders lang, wenn man alle Nebenquests macht kann man aber bestimmt auf 8-10 Stunden kommen. Die Charaktere in dem Spiel sind durchwachsen. Man bekommt als Begleiter sehr skurrile Charaktere, wie zum Beispiel Androiden-Detektive. Cloudpunk ist ein schönes Spiel in einer sehr eigentümlicher grafischer Aufmachung, wo die Lichter von Nivalis allerdings mehrere Blicke Wert sind.

Für Spieler die also Action suchen ist dieses Spiel wohl weniger geeignet, für Cyberpunk-Fans die nicht auf große Action aus sind ist der Besuch von Nivalis aber auf jeden Fall Wert.

Schwer zu findender Weg

Doch so schön das Spiel auch aufgebaut ist gibt es doch einen Kritikpunkt zu äußern. Die Wege von Parkplätzen zu Questzielen sind meist recht weit weg. Auf der Minimap wird zwar ein Pfeil angezeigt, doch den genauen Weg dahin ist dann doch teilweise ein Suchen nach dem richtigen Weg.

Neue Inhalte kommen nach

Nach Beendigung der Story kann man das Spiel noch weiter spielen um die restlichen Quests zu beenden die man noch hat – und ja – es sollen sogar laut dem Entwickler neue Quests nachgeliefert werden. Mit dem neuesten Update gibt es sogar eine Egoperspektive oder Third-Person Perspektive, die man einstellen kann. Außerdem kam es mir so vor, dass die Steuerung des Skycars verbessert wurde.

Fazit

Cloudpunk ist ein Spiel welches erst einmal eine wunderschöne Grafik auf Voxel-Basis hat. Die Lichteffekte der Stadt sehen toll aus. Quests in dem Spiel sind gut durchdacht und fügen sich prima in die Story ein. Leider ist das Spiel recht kurz. Dennoch denke ich dass mit weiteren Quests das Spiel bestimmt noch besser werden wird.

Cloudpunk

19,99 € (Stand: 1.06.20)
8.8

Bedienung

9.0/10

Grafik

8.5/10

Sound

9.0/10

Story

8.7/10

Pros

  • Gute Story
  • Schicke Voxel-Grafik
  • mehrere Kameraoptionen

Cons

  • kurze Story
  • Wege finden in manchen Missionen schwer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.