Cooking Simulator – Pizza

Die nächste Episode des Cooking Simulators ist nun draußen. Nachdem wir bereits ein Back-DLC hatten kam nun ein Pizza-DLC raus – eine eigene Pizzeria als neuer Ort natürlich mit Inbegriffen. Schafft es das Addon von Big Cheese Studios uns zu überzeugen?

Bella Italia

Italien, Land der Pasta, Pizza und begehrten Speiseölen. Hier ist es nun eure Aufgabe in der Backküche einer Pizzeria zu arbeiten und leckere Pizzen zu kochen. Im Hintergrund läuft immer sehr schöne italienische Musik, die einfach passend zu dem Szenario ist. Natürlich passt es einfach dann auch wenn man aus dem Fenster schaut. Ein netter Balkon offenbar direkt an der Küste Italiens. Ja – man führt sich, als stände man in einer italienischen Pizzeria.

Eine Küche… 3 Räume

Die Pizzeria ist einfach sehr schick eingerichtet.

Der erste Raum ist dafür gedacht die Teige auszurollen und mit leckeren Zutaten zu belegen. Ein Steinofen steht in der Ecke, so dass man gut die belegten Pizzen sofort in den Ofen rein schieben kann. Außerdem findet man hier natürlich eine Lade, die man ausziehen kann und somit die ganzen Produkte vor sich hat. Man rollt im Grunde den Teig aus, drückt dann W um nach oben zu schauen und sucht dann die Soßen aus, mit der man die Pizza bestreicht. Die anderen Produkte sind natürlich auch direkt hier zu sehen. Doch hier gibt es bereits ein Problem, welches meiner Meinung nach ein wenig schlecht gelöst ist. Dazu später mehr.

Der zweite Raum ist der Vorbereitungsraum, wo man die Soßen, Teige und Produkte für die Behälter schneidet, reibt und dann in die Lade stecken kann, die man direkt zurück in den “Raum zum Belegen” einfahren kann.

Der dritte Raum ist der Keller, in dem die ganzen Produkte gelagert werden. Es gibt ein Fleischregal, ein Käsetisch und Käseregal, sowie ein großes Regal mit massenweise Obst. Auch eine Kühltruhe und Nahrungsmittel in Dosen stehen hier herum. Die Kühltruhe ist für Fleisch und Käse gedacht, der gekühlt werden muss. Die meisten Nahrungsmittel müssen natürlich im Vorbereitungsraum verarbeitet werden um ihn Pizzagerecht zu bearbeiten. Spannend ist dies allemal.

Phase 1: Backphase

Es gibt an einem Tag zwei Phasen die man durchläuft. Hat man seine Küche betreten geht es erst einmal an die Glocke. Somit kommt die erste Pizza herein, die man mit seiner App anpinnen kann und dann nach und nach alles abarbeiten kann. Art des Teigs, Art der Soße und die genaue Menge der Belegen. Danach schaufelt man Holz in den Ofen und sorgt dafür dass dieser erhitzt, bevor man dann die Pizza hineinschiebt und nach dem Backen die leckere Pizza aus dem Ofen hinaus nimmt und zum Ausgabefenster gibt, so sogleich eine Bewertung kommt.

Diese Bewertung zeigt alles detailgetreu an, was fehlt oder ob etwas nicht ganz richtig gelaufen ist, zum Beispiel der Käse nicht richtig geschmolzen ist oder die Belege nicht richtig auf der Pizza verteilt wurden. Auch ob der Teig richtig oder falsch ist – denn es gibt verschiedene Teigarten – “Dinkelteig” und “New York Style” sind zwei der Teige die neben dem originalen Neapoliatischen.

Belegter Rohling mit verschiedenen Käsearten (4 Käse) und Basilikum
Die selbe Pizza nachdem sie aus dem Ofen genommen wird. Der Unterschied ist enorm

Phase 2: Vorbereitungsphase

Ist das Restaurant geschlossen gilt es an die Vorbereitungsphase. Hier muss man neue Produkte durch Maschinen reiben lassen oder schneiden. Außerdem muss man Soßen die am Tag aufgebraucht werden neu auffüllen, so das man am nächsten Morgen keine Probleme haben wird durch plötzliche Knappheit von Lebensmittel. Durch die Apps am Handy im Spiel hat man auch Zugriff auf verschiedene Soßenrezepte für den Bestrich der Pizza, zum Beispiel Barbeque oder Hummus. Man fügt im Grunde alle Produkte in den Mixer der die Schale die darunter steht automatisch füllt. Man muss im Grunde nur den grünen Knopf drücken.

Kleines Beispiel zum Schneiden. Wir bringen den Salat zur Schneidemaschine…
… und tun diesen da rein (bitte ignoriert das Chaos rechts daneben 🙂 Wie das Resultat ungefähr ist sieht man in den Schalen

Gleiches gilt für die Teigherstellung. Diese hat ebenfalls in der Küche eine große Gerätschaft. Schüttet man die benötigten Produkte rein, kommt der Teig nach ziehen des Hebels und drücken des Grünen Knopfes dann raus. Die einzelnen Teigballen kann man dann in verschiedene Größen bearbeiten – Klein, Mittel, Groß. Die Behältnisse müssen auch mit manchen Produkten von Hand gefüllt werden, ohne das Produkt vorher zu zerkleinern. Dies gilt zum Beispiel für Sardellen oder Oliven, die es sowohl in zerkleinerter als auch in ganzer Form gibt.

Was ist gut an dem Pizza-DLC?

Man fühlt sich tatsächlich ein wenig wie in einer Pizzeria. Die Pizza zu belegen macht Spaß und das die Pizza nachdem sie aus dem Ofen geholt wurde immer noch ähnlich aussieht, nur halt das der Käse drüber geschmolzen ist, ist sehr schön inszeniert worden. Auch fühlt man sich sehr heimisch in dieser italienischen Pizzeria. Im Keller stehen Flechtkörbe, wo man die Produkte zusammen suchen kann und alles dann in den Vorbereitungsraum bringen. Es gefällt eindeutig. Die Grafik ist nach wie vor exzellent, was aber beim Cookings-Simulator keine Besonderheit mehr ist, da die Grafik vom Hauptspiel schon sehr gut ist. Dennoch ein Pluspunkt.

Was gefällt mir am Pizza-DLC nicht?

Es ist natürlich eine ganze Menge vorzubereiten. Es gibt auch eine ganze Menge Pizzen. Die Vorbereitung selbst ist natürlich nicht das Problem, die Lade allerdings ist für so viele Produkte gar nicht ausgelegt. Chaos kann so sehr leicht in der Küche entstehen, die eventuell eine weitere Lade gut hätte gebrauchen können. Aber man ist ja als Gamer zum Glück Erfindungsreich und kann sich bestimmt Lösungen einfallen lassen für diese Misere.

Chaos im Backraum. Unter den Kräutern ist die Lade mit den Behältern, mittlerweile haben wir aber so viele Produkte dass ich diese auf der Arbeitsfläche verteilen musste. Leider kann man nur gut backen, wenn alles in der Lade ist, weswegen man in diesem Fall hin und her tauschen muss.

Ein echter Kritikpunkt ist die Speisekarte. Während der Backphase kann es sein, dass man in der Stufe aufsteigt und neue Soßen somit freischaltet als Rezept – wohlgemerkt als Rezept. Wenn dann direkt das nächste Rezept diese Soße gebraucht schaut man erstmal dumm aus der Wäsche, da diese logischerweise noch gar nicht vorbereitet wurde. Da die Soßenherstellung auch ordentlich Zeit kostet wird es definitiv mit der Herstellung in 10Min (maximale Zahl damit man kein Stern wegen Zeit verliert) knapp. Hier hätte es mir besser gefallen wenn die Pizzen die diese Soße gebrauchen nicht sofort auf der Speisekarte landen.

Einige ärgerliche Bugs vermiesen teilweise auch das Spiel. Fertige Pizzen fallen durch den Boden, ein Behälter landet in dem Schneider und bis jetzt habe ich diesen noch gar nicht raus bekommen. Der Behälter zählt zwar als nicht darin, es sieht trotzdem recht unschön aus. Dies ist natürlich ärgerlich.

Die Entwickler sind fleißig dran

Fliegende Teller und einige andere Dinge sind bereits vom Entwickler behoben worden. Diese arbeiten tüchtig weiter daran das Pizza-DLC auf den besten Stand zu bringen. Ich habe Vertrauen das die Entwickler dies schaffen werden den Pizza-DLC zu einem guten Bestandteil des Cooking-Simulator-Universums zu machen.

Fazit

Der Cooking Simulator Pizza DLC macht Spaß. Generell ist das Spiel leichter als das Hauptprogramm, da man hier nicht lästig mit einem Messer alles haargenau zerkleinern muss. Mir gefällt das DLC bisher schon gut, es ist allerdings noch was das Beheben der Bugs angeht noch einiges an Luft nach oben.

Cooking Simulator - Pizza DLC

8.6

Grafik

9.2/10

Sound

8.9/10

Bedienung

8.1/10

Story

8.0/10

Pros

  • authentische italienische Pizzeria
  • gut inszenierte Arbeitsschritte
  • toller Sound und Grafik

Cons

  • zu unübersichtlich, da nicht genug Ladefläche
  • derzeit noch ein paar nervige Bugs

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