Das Leben als verseuchter Bauer – Atomicrops startet durch

Die Indie Ecke ist ja wie mein zweites Zuhause auf der Gamescom. Tolle und verrückte Sachen gibt es hier und die Leute von Raw Fury haben es doch echt geschafft, Harvest Moon mit Fallout und Binding of Isaac zu kombinieren. Das Ergebnis: total abgedreht.

Atomicrops ist ein Action-Roguelite-Farming Spiel, in dem man als letzter möglicher Farmer in einer postapokalyptischen Welt dafür sorgen muss, dass das benachbarte Dorfgemüse nicht verhungert… so merkwürdig das jetzt auch klingt. Doch was wäre farmen, wenn man dabei nicht wild um sich ballern könnte? Ja, Harvest Moon, aber hier müssen wir die Farm unseres Opas vor Mutanten und anderem Gewürm verteidigen, die uns an den Salat wollen.

Die Sonne verbrennt unser Gemüse. Aufs Maul?

Man muss also den Boden aufschlagen und die Samen einsetzten. Sowie gießen und am besten noch Düngen. Als Dünger werden die Überreste der Gegner genommen, die man so auf seinem Feld über den Haufen geschossen hat. Am Ende eines jeden Tages folgt die Nacht und damit der Angriff der Pflanzenfresser, die es natürlich auf euer leckeres Gemüse abgesehen haben. Wenn ihr die drei Angriffswellen übersteht werdet ihr ins Dorf gebracht, wo ihr euer Gemüse für teuer Geld verkaufen könnt. Doch nun kommt der Kniff ins Spiel.

Was machen wir nun mit unserem Geld? Geben wir es für neue Samen aus um mehr anzupflanzen, haben dadurch aber die Chance durch die stärkeren Gegner auf die Schnauze zu bekommen, weil wir keine bessere Waffe haben, oder holen wir uns eine bessere Waffe um den Gegnern schön eine zu verpassen, haben dafür aber keine Samen für den nächsten Tag und können nur auf einen seltenen Drop von Gegnern oder abgebauten Büschen hoffen und haben eventuell kein Geld am nächsten Tag um sich diese Frage erneut zu stellen.

Mit ner Pump-Gun lässt sich das Vieh doch wesentlich einfacher wegballern!

Ja, Atomicrops ist schwer. Sau schwer und das verheimlicht es auch nicht. Ganz schnell heißt es “friss oder stirb!” und selbst eine falsch gekaufte Waffe kann der Untergang in der nächsten Tag Phase sein. Ach und die Waffen halten übrigens nur einen Tag, danach sind sie kaputt und man müsste sich eine neue kaufen.

Nach jedem dritten Tag gibt es einen Bosskampf in der Nacht, die es natürlich in sich haben. Naja, im Prinzip sind die Kämpfe nicht so schwer, müsste man nicht verbissen sein Gemüse beschützen! Nach einem erfolgreichen Bosskampf schaltet man neue Gegenstände frei und kann sogar extra Angriffe für das alltägliche Überleben abstauben. Darüber hinaus wechselt nach einem Bosskampf auch die Jahreszeit. Laut den Entwicklern gibt es 5 Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst, Winter und den atomaren Winter. Beim antesten habe ich es aber nie wirklich über den Sommer hinaus geschafft. Das liegt nicht daran, dass ich zu blöd für dieses Spiel bin, sondern der Schwierigkeitsgrad ist einfach so hoch. Wenn man mal ein Leben verliert, bekommt man dies nicht einfach wieder am nächsten Tag. Man muss es mit speziell angebauten Rosen kaufen, doch überhaupt mal an einen Rosen Samen zu kommen ist schon viel Glück. Mit Rosen schaltet ihr übrigens auch dann Begleiter und weitere Power-Ups frei… sofern ihr genügend besitzt.

Hüh hott, Berta! Zurück über die Brücke

Also was denke ich von dem Spiel? Es macht saumäßig Spaß! Wenn man darauf steht, von dem Spiel einfach mal die Dachlatte voll ins Gesicht geknallt zu bekommen ohne direkt schreiend den PC aus dem Fenster zu werden, für den ist Atomicrops definitiv etwas. Die pixelige Grafik gibt dem ganzen Spiel übrigens erst recht den Charme, den es verströmt. Auf jeden Fall ein Hingucker. Das Spiel erscheint noch 2019 als Early Access für den PC im Epic Games Store und 2020 dann Für PS4, Xbox One und Nintendo Switch