Dead Island Definitive Edition II Test

Genre: Survival Action-Adventure, Multiplayer Erschienen am: 31.Mai 2016

Techland entführt uns mit Dead Island tief in die Tropen, auf eine wundervolle Ferieninsel, wo allerdings offenbar einiges schief gelaufen ist

Palmen, weißer Strand, mehrere Arten von Bungalow-Siedlungen – ja… so stellt man sich einen Traumurlaub auf einer exotischen Insel vor. Für die Leute die es sich sogar leisten können ein wunderschönes Hotel mit Meerblick am Strand. Ja – hier würde man schon gerne Urlaub machen, wäre da nur ein kleines Detail nicht welches die Urlaubsstimmung enorm vermiesen könnte.

Denn auf der gerade erwähnten, wunderschönen Urlaubsinsel Banoi ist die Zombieapokalypse ausgebrochen. Als einer von vier Charakteren macht ihr euch auf den Weg um ein Fluchtweg von dieser Insel zu finden. Jeder dieser Charaktere hat dabei Spezialisierungen, so haben wir zum Beispiel Xian, die Klingenexpertin oder Sam B., den Experten für stumpfe Waffen. In der Regel kann aber jeder Charakter alle Waffen nutzen, ist aber nicht so sehr effektiv damit.

Vier Freunde sollt ihr sein…

Die Charaktere haben alle den selben Talentbaum und können sich theoretisch alle gleich skillen. Dies ist allerdings nicht das wirkliche Problem eben weil das Spiel am besten mit vier Leuten zu spielen ist kann man sich dort ja irgendwie absprechen. Die Charaktere treffen nach der Trainingsmission aufeinander indem man Freunde zum Spiel dann einfach einladen kann. So kann man die Zombiehatz mit bis zu Spielern zocken. Hier kann man sich dann auch schon mal ganz gut absprechen wie man skillt, denn es reicht wenn einer Schlösser öffnen kann.

Man kann das Spiel natürlich auch alleine spielen, so wird es allerdings irgendwann einmal recht schwer werden zu überleben. Game Over gibt es allerdings nicht, man erscheint in der Nähe immer neu und kann sofort wieder in den Kampf. Lediglich Dollars verliert man, so eine Art Strafgebühr fürs sterben, welche abhängig ist von der Menge der Dollars die man besitzt.

Hier muss man allerdings schon dazu sagen, dass das Spiel dann spätestens an dieser Stelle unlogisch wird, denn in den Zwischensequenzen sind immer alle Charaktere zu sein, ganz gleich ob man nur zu zweit oder zu dritt spielt. Dies macht dem Spielspaß zwar kein Abbruch, es ist trotzdem ein wenig merkwürdig.

Questen um zu überleben

Es gibt sehr viele Aufgaben in diesem Spiel. So soll man häufiger mal Überlebende retten, Nahrungsmittel besorgen, Benzin finden oder einfach mal herausfinden was mit gewissen Personen passiert ist. Die Quests sind recht gut in Szene gesetzt, wiederholen sich leider nur recht häufig. Da ist es dann immer mal eine super Abwechslung mal auf die Dächer zu steigen um Funkantennen zu reparieren oder mit einem Auto zu einer Tankstelle zu fahren um ein paar Kanister Benzin zu besorgen. Die eigentliche Stärke in dem Spiel ist definitiv hierbei die Hauptquest, die euch quer über die ganze Insel führt. Man seit ihr im wunderschönen Strandgebiet unterwegs (welches aber offenbar mal besser aussah), eine große Stadt, den Dschungel und einer Gefängnisinsel. Die Gebiete sind zahlreich und sind sehr schön und detailreich gestaltet. Lediglich die Stadt ist für mich eine der nervigsten Level, denn es war sehr hart, selbst wenn man zu zweit gespielt hat diese zu meistern. Meine Mitspielerin sah dies genau so.

Die Zwischensequenzen sind recht gut vertont, Zombies spawnen nach einiger Zeit wieder und können also immer wieder für eine Bedrohung sein. Unendliches grinden ist in dem Spiel also auch möglich, aber nicht unbedingt nötig. Die Gespräche sind größtenteils vertont, leider ist in meinem Test es auch schon passiert das mal 1-2 Sätze gefehlt haben. Schade eigentlich.

Generell ist man in dem Spiel einige male Mobil und kann auch mit Autos und LKWs fahren. Dies macht auch recht viel Laune einfach mal durch die Zombiehorden durchzubrechen. Eine Schnellreisefunktion gibt es allerdings auch – an verschiedenen Basen gibt es Inselkarten, wo ihr schnell von Ort A nach Ort B reisen könnt. Für recht gemütliche Spieler.

Manches mal jedoch ist es ratsam auch einfach mal zu Fuß zu laufen, so findet man ab und an am Wegesrand neue Questgeber oder Aufgaben.

Einmal Zombie-Geschnetzeltes, bitte

Banoi ist eine riesige Insel, die aber in Gebiete unterteilt ist, welche man nach und nach mit der Hauptstory freischaltet. Open World ist also nur im jeweiligen Gebiet wo man sich gerade befindet. Zusätzlich mit der Gebietfreischaltung erlebt man aber auch immer wieder neue Zombiearten die hinzukommen. So haben wir schnelle Infizierte, von denen man sich in Acht nehmen sollte, denn diese schlagen so schnell zu, so dass du ganz leicht aus den Latschen fällst. Schon leichter hat man es dann bei den Schlägern, die groß, aber sehr langsam sind. Dafür werfen sie dich ganz schön zurück, sollten sie treffen und machen auch recht üblen Schaden. Generell ist aber bei den großen Gegnern immer Abhilfe zu schaffen. Während man die kleinen leicht mit Nahkampfwaffen ausschaltet, kann man die Körpertrefferfunktion des Spiels nutzen um Gegner zu entwaffnen. Bei meinem Beispiel des Schlägers sind die Arme ein gutes Ziel… sind diese ab, können sie nur noch beißen und währen dann ein leichtes Spiel für euch. Es gibt noch eine Menge weiterer Spezialuntoter, die verschiedene Taktiken brauchen, dies würde allerdings den Rahmen sprengen. Am besten ist sich eine Taktik für jede Zombieart zu überlegen um zu überleben.

Das Spiel geht wie gesagt nicht zimperlich mit den Zombies um. Arme, Beine, Köpfe fliegen in dem Spiel nur so umher, wenn ihr mit eurer Klinge auf die Körper eindrescht. Liegt ein Zombie auf dem Boden könnt ihr sogar noch auf seinem Kopf herumtrampeln um diesen zu zerquetschen. Der Gewaltgrad in diesem Spiel ist schon enorm und es ist kein Wunder, dass das Spiel einst auf dem Index stand. Generell ist das Schadensmodell sehr hart an der Grenze. Schlagt ihr mit stumpfen Waffen auf die Arme, hängen diese bald einfach nur noch so herum, weil die Knochen im Innern schon gebrochen sind. Schlagt ihr mit Klingen gegen den Bauch, so habt ihr was aus dem Zombie heraus geschnitten und er läuft dennoch mit dieser Fleischwunde weiter, während Knochen und Co. bereits heraus schauen. Eklig ist das Spiel deswegen schon. Wer also kein Pixelblut sehen kann sollte auf jeden Fall die Finger von diesem Spiel lassen.

Normale Waffen sind langweilig

Was ist besser als eine Machete… eine Starkstrommachete. Ja… wir kennen es ja bereits schon aus einigen Spielen. Man hat eine Waffe und motzt sie einfach auf. In der ganzen Welt sind Baupläne zu finden mit dem man an der Werkbank, sofern man die benötigten Materialien gefunden hat diese Waffen dann aufmotzen kann. Eine Starkstrommachte sorgt beispielsweise dafür dass zu einer gewissen Chance die Gegner unter Strom gesetzt werden, zucken und sich eine ganze Zeit lang nicht mehr zu wehr setzen, während sie kontinuierlich Schaden bekommen. Stirbt ein Zombie durch so eine Machete bleibt der Starkstrom noch ein paar Sekunden aktiv, wo Gegner (aber man auch selbst) noch durch diesen Schaden erleiden kann. Ein Klingenbaseballschläger mit rotierendem Sägeblatt (auch kein Problem). Die Waffen die man bauen kann sind schon krass, machen meiner Meinung nach aber einen Großteil des Spieles aus. Es macht einfach Laune diese Waffen zu nutzen.

Menschliche Gegner und messerwerfende Zombies

Ein normaler Zombie kann allerdings auch gefährlich werden. Denn diese können ebenfalls mit Messern und anderen Gegenständen werfen, sofern sie wenn ihr ihnen begegnet gerade eine Waffe in der Hand haben. Plünderer – also Menschen die diese Situation ausnutzen gibt es ebenfalls und diese schießen sogar mit Schusswaffen. Hier ist sogar auch Deckung dann gefragt. Ein einfaches drauf wie bei den Zombies funktioniert hier natürlich nicht (immer).

Fazit:

Dead Island: Definitive Edition ist ein wunderschönes (brutales) Spiel mit recht vielen Aufgaben. Leider wiederholen sich ein paar und die meiste Zeit im Spiel dreht sich auch alles um das Schnetzeln von Zombies. Dennoch: Wer auf harte Action steht und auch gegen fliegende Genitalien nichts hat… der ist hier Goldrichtig. Mein Tip: Schnappt euch vier Spieler und spielt gemeinsam.

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