Dinosaur Fossil Hunter angetestet

“Das Leben findet einen Weg” sprach einst Ian Malcolm in Michael Crichton Bestseller DinoPark, dessen Verfilmung Jurassic Park wir wohl alle kennen. Doch wenn es mal keinen Weg findet, landet der Rest halt unter der Erde und eben die müssen wir in der Paläontologie Simulation von Pyramid Games ausbuddeln.

Um noch ein Jurassic Park Zitat zu bringen:
“Die Dinosaurier lebten vor 65 Millionen Jahren, was von ihnen übrig ist sind Versteinerungen in Gesteinsschichten und in diesen Gesteinsschichten machen echte Wissenschaftler echte Entdeckungen…” na zum Glück haben wir unser Pappe Diplom aus der Stenkelfelder Hochschule für Nichts und wieder Nichts und die Lizenz zum Knochen ausbuddeln. Die benötigen wir auch, wenn wir unser noch leeres Museum füllen wollen. Wir haben für euch die Demo zu Dinosaur Fossil Hunter gespielt und geschaut, was das Spiel so her macht.

In der schönen Natur wollen wir graben.

Die Motivation kommt aus der Kindheit

Ein guter Paläontologe hat das Buddeln im Blut. Und so lernen wir schon in der Einführung, woher die Motivation unseres Charakters kommt. Bereits mit 6 Jahren haben wir fleißig Dinos gemalt und zwar so lange, bis wir mit 14 Jahren schließlich unser erstes Dino Fossil ausgraben konnten. Diese Zeitabschnitte erleben wir in einem Kurzen Rückblick, der auch gewissermaßen aus Einführung für das restliche Spiel gilt.
Im Anschluss dieser Sequenz geht es wieder zurück in die Wirklichkeit und in unseren Jeep, mit dem wir erstmal zur nächsten Ausgrabungsstätten fahren müssen.

Eine Jeep Fahrt die ist lustig und ein Absturz wohl nicht schön.

Der Weg führt bekanntlich zum Ziel

Man ist als Gamer ja viele Fahrzeuge gewohnt. Der Mako aus Mass Effect zählt dabei wohl zu den größeren Aussetzern, was Steuerung betrifft. Ganz so schlimm ist unser Jeep zwar nicht, aber man kennt definitiv bessere Steuerung aus anderen Spielen.
Die Strecke bleibt für uns allerdings kein entspanntes Panorama Bestaune, sondern es gibt einige Hindernisse, die wir vom Camp bis zur Ausgrabungsstelle überwinden müssen. Zum einen währen da schlammige Passagen auf der Straße die wir durch geschicktes Steuern und unseren Allrad Antrieb überwinden müssen. Fans von Snow Runner dürften sich hier zu Hause fühlen. Weitere Hindernisse währen ein umgestürzter Baum, der per Kettensäge beseitigt wird und einige Felsbrocken, die mit der Spitzhacke schnell zerkleinert werden.

Nun können wir endlich auf der Ausgrabungsstätte unseren inneren Forscher raushängen lassen. Mit einem Tiefenscanner wird die Region nach vielversprechenden Stellen gescannt, die im Anschluss mit einer Fahne markiert werden. Nun muss mit Muskelkraft und einer Schaufel die fossilen Überreste ausgegraben werden, oder zumindest die Steine in denen sie sich befinden. Diese werden anschließen eingegipst und in Lagerkisten verpackt. Bis zu drei Kisten passen in unseren Jeep, mit dem wir die wertvolle Fracht zurück zu unserem Camp fahren um sie einzulagern.

Da ist doch was in der Erde versteckt.

Grobmotorik für Anfänger beim Knochen auspacken

Sind wir endlich zurück in unserer Werkstatt müssen wir die Knochen von ihrer Hülle befreien. Per Trennjäger muss nun der Gibs aufgeschnitten werden, damit unser Hammer schließlich den Rest erledigen kann. Die eigentliche Säuberung der Knochen findet dann in feineren Schritten statt:

  • Fund abbürsten
  • Lösungsmittel auf die Knochen auftagen
  • Knochen per Fräse von Gestein und Gips befreien
  • Mit einem Schleifer fein in Form bringen
  • Schutzflüssigkeit auftragen.

Nach jeder Säuberung gilt es dann, das Puzzle des Lebens zusammen zu setzten. Per Vorlage muss man nun die Knochen an die richtigen Stellen setzen und si mit einem vorhandenen Gerüst verbinden. Im Anschluss noch das fetige Skelett als Exponat herrichten und schon haben wir es geschafft. Unser erster Dino ist fertig und damit auch die Demo.
In die Welt der Paläontologie einzutauchen kann schon Spaßig sein, jedoch gibt es natürlich auch hier einige Punkte, die man bemängeln könnte.

Unsere Werkstatt, in der wir uns um die Exponate kümmern.

Es darf gern feiner gehen

Das unser Jeep etwas merkwürdig zu steuern ist, habe ich ja bereits erwähnt. Was noch stört ist letztlich die Ausgrabung und das Aufbereiten der Exponate.
Man muss schließlich so lange graben, bis man auf goldene Steine stößt. Allerdings beherbergen nicht alle Steine die zu erwartenden Fossilien und so ist es besondern beim Gips anbringen ein “Trail and Error” Prinzip, bis man die richtigen Steine erwischt. Auch an Sorgfalt beim Zerschlagen des Gipskörpers mit dem Hammer muss man nicht zimperlich sein. Man schlägt einfach drauf los, bis alles so sauber ist wie man es benötigt ohne zu befürchten, dass man die Knochen beschädigen könnte.
Auch die Schritte zur Vorbereitung der Knochen sind alle nachvollziehbar, nur wird die Wiederholung dieser 5 Schritte recht anstrengend für den Spieler.

Knochen wollen geputzt, poliert und aufgereiht werden.

Ein Fazit zum Schluss

Es hat durchaus unterhalten, diese Simulation aus dem Leben eines Paläontologen zu spielen. Neben einer für Simulationen untypisch guten Grafik steckt viel Liebe zum Detail besonders in den auszugrabenden Dinosaurier Fossilien. Die Demo allein zeigt, dass Dinosaur Fossil Hunter viel Potenzial hat, für das aber noch die ein oder andere Macke beseitigt werden muss, um dauerhaft Spielspaß zu bieten.
Die Demo ist auf Steam erhältlich und der Early Access soll nach der sehr erfolgreichen Kickstarter Kampagne noch dieses Jahr starten.

Dinosaur Fossil Hunter

8.3

Bedienung

7.0/10

Grafik

9.0/10

Sound

8.0/10

Story

9.0/10

Pros

  • Schicke Grafik
  • Detailverliebtheit bei den Dinos
  • Viele Schritte zum fertigen Exponat

Cons

  • Fahrzeug Steuerung
  • Grobmotorik beim Werkzeug reicht
  • Auf Dauer eintönig beim präparieren der Knochen

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