Dragonball Z Kakarot

Seit ungefähr einer Woche nun haben Dragon Ball Fans einen Grund zum feiern. Es wird wieder der 3fache Super-Saiyajin hoch geschrien, Krillin mehrfach über die Wupper gejagt und das Powerlevel auf über 9000 erhöht! Ein neues Spiel aus dem beliebten Anime Universum ist erschienen und wir haben Dragon Ball Z: Kakarot für euch getestet.

Die Story von Dragon Ball brauchen wir glaube ich nicht wirklich zu erzählen. Jeder Fan kennt sie seit Jahrzehnten in und auswendig. Doch für alle, die seit 40 Jahren oder so hinterm Mond gelebt haben, hier eine kurze Zusammenfassung:
In Dragon Ball geht es um Son Goku, einem Saiyajin der auf die Erde geschickt wurde, um diese zu erobern und die Menschheit auszulöschen. Durch einen Unfall verlor er bereits als Baby sein Gedächtnis und entwickelte sich zum liebenswertesten und meist verdientesten Erdenbürgen überhaupt. Er rettet oft die Welt, lernt die Kampfkunst von seinem Adoptiv Großvater und vielen Meistern und begegnet einem Haufen Freunde.

Dragon Ball Z: Kakarot setzt nun direkt nach den Kindheitserlebnissen von Son Goku ein, als dieser als fast frisch gebackener Papa mit seinem Sohn Son Gohan zur Insel seines Meisters Muten Roshi fliegt, um seine Freunde zu besuchen. Alles weitere und davor ist die Story, wie sie im Manga und der Fernsehserie zugrunde liegt.

Eine neue Spielwelt erwartet euch

Zum Gameplay gibt es als erstes zu sagen: Es ist kein reines Prügel Spiel mehr, wie so ziemlich jeder Vorgänger oder das zuletzt erschienenen Dragon Ball FighterZ. DBZ Kakarot ist ein Action RPG in der es im Ansatz so etwas wie eine offene Welt zu erkunden gibt. Die gesamte Welt wird als Karte dargestellt, auf der man großzügige Areale auswählen kann um diese zu erkunden. In den einzelnen Arealen geht es nun darum die Hauptquests des Spiels anzusteuern, welche auf der geliebten Story des Akira Toriyama Meisterwerkes aufbauen. Zwischen den Missionen kann man sich dann an allerlei Nebenquests versuchen, um mehr Erfahrung für seinen Charakter zu erhalten, denn in diesem Spiel steuert man nicht nur Son Goku alleine, sondern abwechselnd den gesamten Cast der Z-Fighters.

Skilltree 4 da win

Natürlich dürfen auch ein klassisches RPG Elemente nicht fehlen: der Talentbaum. Diese sind erstaunlich umfangreich und wechseln sich in ihren Fähigkeiten ab zwischen denen, die man durch Story freischalten und den darauf aufbauenden Zusatzstufen, die durch Z Orbs zu aktivieren sind. Diese sind in der ganzen Welt zu finden und ein wichtiger Bestandteil, denn ohne diese bleibt unser Charakter auf ewig ein kleiner, schwacher, Yamchu.
Dazu gesellen sich noch die sogenannten Community Boards, auf denen man seine Charaktere anordnen kann für verschiedene Boni. Diese sind dann zum einen von dem Brett, als auch von dem Charakter auf dem Brett und dem Nachbar des Charakters auf dem Brett abhängig. Also ganz viel Freiheit für Spieler, die gerne ausprobieren.

Doch das freie Erkunden der Spielwelt hat auch Vor- wie Nachteile. Zum Beispiel die immer wieder auftauchenden Zufallsgegner. Diese unterteilt in 3 Farben, welche die Schwierigkeit darstellen, dienen zwar auch dem Leveln, aber wenn man zum hundertstens Mal den gleichen Red Ribbon Armee Roboter zerlegt hat, gehen die Kerlchen einem doch irgendwann mal auf die Eier, oder? Etwas mehr Abwechslung, wäre hier toll gewesen

“Sind die aber hübsch!”… Piccolo begeistert sich für die Z Orbs in der neuen Spielwelt

Altbewährtes Kampfsystem und kleine Macken

Auch wenn einem so mancher Gegner auf den Keks geht, so kann man das von dern Hauptkämpfen nicht behaupten. Mit dem Kampfsystem aus Naruto: Ultimate Ninjastorm greift man auch hier auf altbewährtes zurück, das nicht enttäuscht. Die Kämpfe laufen nicht nur flüssig von der Hand, sondern sehen auch richtig gut aus. Wenn man da mit seinem KameHameHa mal eben die Landschaft sichtbar zerlegt, fühlt man sich doch direkt wieder in seine Jugend zurück versetzt, in der man DBZ spielend durch sein Kinderzimmer gehüpft ist.
Für die Attacken werden keine schweren Kombinationen aus sämtlichen Tasten der Steuerung benötigt, sondern diese sind einfach durch einen Tastendruck ausführbar. Klar, für die Hardcore Fighting Game Combo Wiki Bücher Spieler ist dies bestimmt nicht das Richtige, aber für alle anderen lässt es sich so durchaus gut aushalten in den Kämpfen, denn die können teilweise schwer genug sein, auch ohne fiese Combo-Ketten.

Einzig größere Abzüge gibt es für die Flugmechanik. Klar macht es Spaß durch die bekannte Welt zu fliegen die aussieht, als wäre sie direkt dem Anime entsprungen, doch sowohl der Flug der Charaktere, als auch die beliebte Überschallwolke Jindujun lassen sich gerade auf Höchstgeschwindigkeit sehr ungenau und hakelig lenken.
Ein weitere “negativ” Punkt wäre die Synchronisation… aber hier sind wir bei Jammern auf ganz hohem Niveau. Vertont sind in Vollständigkeit zum einen leider nur die Hauptstory, zum anderen mit den englischen Sprechern. Klar, wer sich regelmäßig auf YouTube DBZ Szenen ansieht wird die Stimmen auch schon kennen, aber es fehlt einem ein Tommy Morgenstern als Kakarot/Son Goku oder ein Oliver Siebeck als Vegeta. Doch Anime Spiele in deutscher Synchro sind so oder so eine Seltenheit.

Dragonball Z Kakarot

69,99€
8.3

Grafik

7.0/10

Steuerung

5.5/10

Suchtfaktor

9.0/10

Fan Service

10.0/10

Spieldauer

10.0/10

Pros

  • Erlebnisse wie direkt aus dem Anime
  • Lange Spieldauer durch viele Nebenbeschäftigungen
  • Suchtfaktor over 9000

Cons

  • Flugmechanik am Anfang etwas schwer fällig
  • Die Gegner die in der Welt verteilt sind und einen einfach so angreifen können werden irgendwann lästig
  • Keine deutsche Synchro

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