Es darf auf dem Smartphone gestorben werden – Pascal’s Wager

FromSoftware hat mit ihren Souls Spielen eine Welle los getreten, auf die nicht nur Gamer aufgesprungen sind wie auf kostenlose HotDogs, sondern auch Entwickler. Der chinesische Entwickler Tipsworks ist einer dieser vielen, doch sie bewegen sich auf einem für Gamer ungewohnten Terrain, dem Smartphone.

Bei dem Souls-Like Pascal’s Wager handelt es sich um ein Mobile Game für Smartphone und Tablet, welches eben unsere über die letzten Jahre geliebte “Du wirst sterben… und zwar häufig” Philosophie auslebt. Mit einem von bisher vier angekündigten Charakteren, die Klassen wie Schwertkämpfer oder Scharfschütze abdecken, wird man in eine mittelalterliche Welt geworfen, die vom dunklen Nebel eingehüllt wurde und Monster hervorgebracht hatte. Hier sollen nicht nur das Gesetz des Wildnis sondern auch das Zwischenmenschliche das Herz des Spielers berühren.

Ob das nun wirklich der Fall ist, konnten wir in der Gamescom Demo antesten. Ich muss sagen, ja es fühlt sich wie ein Souls Spiel an. Schreine, an denen man sich durch gewisse Gegenstände hochleveln kann, schwer begrenzte Heilmöglichkeiten, wohl zu überlegende Angriffsmuster im Kampf, eine äußerst düstere Welt und Gegner, die einen bei Unachtsamkeit sofort über den Jordan treten. Gespielt werden kann mit jedem Controller, der mit dem mobilen Gerät verbunden werden kann und natürlich mit dem Touchscreen selbst, wobei ich aber die Controller Variante bevorzuge.

Was man gesehen hat war bisher nicht schlecht, vorausgesetzt dass man es gesehen hat. Denn eine solche Welt auf den kleinen Bildschirm eines Handys zu quetschen ist nicht leicht und somit kann der Spieler schon mal das ein oder andere Ding in dieser Spielwelt übersehen. Ich bin (als Beispiel) in einem Dorf zum Start der Demo, nachdem ich mich mühsam durch die Gegner gehackt habe, 10 Minuten lang im Kreis gelaufen, da man einfach nicht den Weg gesehen hat, der einen weiter führt. Das liegt vielleicht auch an einem Unding, welches Entwickler gerne in ihre Spiele einbauen: unsichtbare Mauern. Man konnte einfach nicht unterscheiden, geht es nun hier weiter oder sehe ich gleich aus wie ein Mops wenn ich mir die Nase noch mal an einer Wand anrenne.
Das ist aber auch soweit der größte Kritikpunkt, den ich derzeit an dem Spiel hätte. Es bleibt die Frage, ob solche ARPGs wirklich für ein Smartphone erstellt werden sollten. Viele haben sich schon bei Dark Souls für die Switch schlapp gelacht, was jedoch einwandfrei funktioniert, wenn man von den technischen Abspeckungen absehen kann. Vielleicht zeigt Pascal’s Wager ja, das auch auf dem kleinsten Bildschirm das Dauersterben durchaus seinen Reitz hat.

Wer Lust hat, das Spiel einmal selbst auszutesten, der kann sich auf deren Webseite für die Beta Phase registrieren.