Grizzland auf der Switch angetestet

Wer an Retro Spiele denkt, der kommt meistens bei seinen Gedanken in der 16bit Ära an. Doch in dem Spiel, das wir dieses Mal für eastasiasoft testen durften, gehen wir noch eine Stufe zurück. In doch recht schicker 8 bit Schwarz-Weiß Optik präsentiert sich uns der Metroidvania Titel Grizzland.

Soviel Retro muss der Gamer erstmal verkraften. Doch wenn man sich darauf einlässt, ein 16×4 Pixel großes graues Männchen zu spielen, dem es nicht nur an Gesichtsmimik sondern jeglichem Tiefeneffekten fehlt, dann entdeckt man einen Plattformer, der zu begeistern versteht.

Eine verbundene, frei erkundbare Welt wartet auf den Spieler

Was die Grafik uns nicht zeigt

Wie bereits erwähnt und wie auf den Screenshots direkt auffällt, gibt sich Grizzland in absolut minimalistischer Grafik und 128×96 Pixel. Und dies ist auch von dem Steam Indie Entwickler Khud0 durchaus so gewollt. Man soll diese Welt und seine Geheimnisse erkunden, dass ist der Kern des Spiels. Und so läuft man also los und versucht genügend Wasser finden, um ein paar Baumsetzlinge zum wachsen zu verhelfen. Dabei muss man sich nicht nur gegen Metroidvania typische Elemente behaupten, sondern auch teilweise sehr anspruchsvolle Kämpfe gegen Pixel Gegner, die einem sehr lange in den Träumen verfolgen werden.

Der Monster mit dem großen Schwert wirkt aber nicht freundlich.

Ausrüstung braucht der Abenteurer

Natürlich muss man sich nicht freihändig durch die Welt kämpfen. Nach dem kurzen Tutorial erhält man schnell sein Schwert durch eine Zelda Anspielung. Ein Level System gibt es nicht, dafür erhält man durch das besiegen von Gegnern oder zerstören von Behältern Kristalle in Herz form. An ein paar Stellen im Spiel kann man dann auf einen Shop zugreifen, in dem man sich weitere Ausrüstung, mehr Leben und andere nette Gimmicks kaufen kann, natürlich gegen die entsprechende Anzahl an Herzen.

Doch nicht nur im Laden erhält man zusätzliche Wege, diese Welt zu erkunden. An einigen Stelle erhält man besondere Fähigkeiten, wie den Doppelsprung, einen Schrumpfzauber oder einen Teleport, um die Welt noch weiter erkunden zu können… und dem sind keine direkten Grenzen gesetzt, denn die insgesamt 5 Level sind alle ohne Ladezeiten miteinander Verbunden. Sollte man einmal sterben, hat das keine Auswirkung auf die Ausrüstung oder die gesammelten Herzen. Man bußt lediglich Strecke ein, da der letzte Speicherpunkt dort gesetzt wird, wo man eine Wasserflasche eingesammelt hat. Von diesen gilt es pro Level mehrere einzusammeln, um genügen Wasser für die magischen Bäume zu haben, die einen dann in das nächste Level befördern können.

Leichte Abzüge in der B Note

Doch so schön das Spiel auch ist, ein paar Punkte muss es immer zu bemängeln geben. Im Fall von Grizzland wäre es das Kampfsystem. Der Spieler ist es zwar seit Dark Souls und Monster Hunter gewohnt das Schwert etwas langsamer zu schwingen, allerdings kann dies bei den teilweise sehr schnellen Gegnern zu einem Problem führen, da man in der Animation keine Ausweichmöglichkeit hat. Nicht selten sieht man sich daher einem unfähren Kampf gegenüber, der für einen im direkten Tod endet.
Sofern man es nicht mag, kann man natürlich auch die extrem minimalistische Grafik als negtiv auffassen, an diesem sonst sehr schönen Spiel.

Die Bäume sind der Schlüssel zur Erkundung der Welt

Fazit

Man muss die Grafik mögen oder ignorieren können und sich auf das Spiel einlassen, dann kann man durchaus gefallen an Grizzland finden. Die Bosskämpfe sind abwechslungsreich gestaltet, das Erkunden der Welt und seiner Geheimnisse lockt den Abenteurer im Gamer und für die ganz schnellen gibt es sogar einen TimeRun Modus freizuschalten. Für 4-5€ je nach Plattform, kann man bei dem Spiel nichts verkehrt machen.

Grizzland

4,99€
7.3

Grafik

7.0/10

Gameplay

8.0/10

Kampfsystem

6.5/10

Wiederspielwert

7.5/10

Pros

  • Abwechslungsreiche Bosskämpfe
  • Speed-Run Modus
  • Frei erkundbare Welt

Cons

  • 5 Farben Grafik
  • Unfähres Kampfsystem

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