Habroxia auf der PS4 getestet

Retro wird immer beliebter dieser Tage. Es machen grad den älteren Zockern Freude, benötigen nicht so viel Aufwand wie ein Trippel A Game und ist leichter zu programmieren. Wir hatten die Möglichkeit den Weltraum Side-Scrolling-Shooter Habroxia von Lillymo Games zu testen und uns anzuschauen, ob die Kanadier es verstehen mit Pixeln umzugehen.

Vor langer langer Weile in einer geschaut weit entfernten Galaxie schwebte einst das Schiff Habroxia durch die weiten Weiten und ballerte alles darnieder, was ihm in den Weg kam.
So oder so ähnlich können wir die Story hinter Habroxia deuten, denn viel mehr bekommen wir nicht serviert an Geschichte. Wie schön erwähnt handelt es sich bei Habroxia um einen Side-Scrolling-Shooter, bei dem der Bildschirm automatisch immer weiter zieht und man selbst sein Schiff gekonnt durch Gegner Horden, Geschütztürme und Meteoriten steuern muss. Dabei stehen einem einige Waffen und Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die man auch teilweise bitter nötig hat… wenn man sie denn richtig ausspielt.

Der Boss setzt einem zu… da hilft nur ordentlich ballern

Das Waffenarsenal ist der Schlüssel

Das Schiff hat 3 Feuermodi zu Auswahl im Kampf gegen die Horden an Aliens, die einem begegnen.
Feuer 1: In Flugrichtung
Feuer 2: Zu den Seiten heraus
Feuer 3: Kombination aus 1 & 2
Zwar bekommt man durch Feuer 3 einen größeren Radius vor sich abgedeckt, jedoch büßt man dadurch die Geschwindigkeit des Feuerstoßes ein. Zusätzlich kann man aber noch Zielsuchende Raketen erhalten, die in einem gewissen Rhythmus abgefeuert werden und eine gute Unterstützung darstellen.

Doch neben den Standard Angriffen gibt es noch PowerUps, die man einsammeln kann. Diese reichen von zusätzlichen Leben, ober schnelleres Feuern bis zu starken Spezialangriffen wie einem Laser oder einer Bombe, die den ganzen Bildschirm betrifft. Doch sei gewarnt, wer ein Spezialangriff aufsammelt, ohne seinen Alten verbraucht zu haben, verliert eben genau diesen und hat statt dessen den Neuen nun in seinem Arsenal. Man kann immer nur einen zur selben Zeit besitzen.
Dies gilt aber nicht für die temporären PowerUps. Höhere Schuss Frequenz, stärkere Schüsse oder mehr Raketen können in drei Stufen in jeder Runde eingesammelt und zur selben Zeit geführt werden. Nach jeder Mission erhält man einige Credits, durch die man dann sein Schiff verbessern und so die temporären PowerUps zu permanenten machen kann. Und dies ist auch zwingend nötig. Jedoch braucht man keine Angst zu haben. Verklickt man sich mal kann man das gekaufte auch zum selben Preis wieder verkaufen.

Durch enge Tunnel mit massig Gegnern will gekonnt manövriert werden.

Das Spiel, oder Immer die selbe Einöde

Wenn man sich durch die 15 Level des Spiels kämpft merkt man schnell: es ist irgendwie immer der selbe Brei. Die Level wirken alle mit dem selben Set an vorgefertigten Bauteilen zusammengeschustert, genauso wie die sich immer wiederholenden Gegner. Auch der Hintergrund bleibt immer der Selbe durch das ganze Spiel hinweg. Man fliegt nicht mal über eine Planeten Oberfläche oder sonstiges. Langeweile für die Augen ist hier leider vorprogrammiert. Da helfen einem auch nicht die Gegner weiter. Es ist nur 2 oder 3 mal in 15 Level vorgekommen, dass ich wirklich Probleme hatte etwas auf dem Bildschirm zu sehen vor lauter Gegnern und Schüssen. Ansonsten verhält sich das Spiel fast nach dem “Einer nach dem Anderen” Prinzip.

Die Bosse des Spiels sind auch nicht besser als die Gegner, die man auf dem Weg zu ihnen trifft. Sie wiederholen sich über die Level hinweg und es gab nur wirklich einen Boss, der einem Schwierigkeiten bereiten konnte. Dieser fungiert wie ein Space Invader Gegner und sprengt sich selbst sam dem Spieler in die Luft, wenn es den unteren Bildschirmrand erreicht. Wenn man sein Schiff also nicht durch grinden gelevelt hat, zieht man hier schnell den Kürzeren.

Allerdings gibt es ja nicht nur die “Story”, sondern auch drei freischaltbare Endlos Modi. Nach besiegen des fünften Bosses bekommt man den “Invasion” Modus, bei dem man einfach unendlich lang fliegen kann, bis man einen Gegner vergisst über die Wupper zu schicken. Nach Level 10 der Story gibt es dann den “Rescue” Modus, bei dem man in den Leveln möglichst viele Astronauten retten muss. Nach Level 15 dann gibt es den “Shield Maiden” Modus, was quasi den Hard Mode des Spiels darstellt. Mit nur einem Leben, möglichst wenig Angriffskraft und einem Schild zum aufsammeln, gilt es nun möglichst lange zu überleben.

Es geht auch mal Vertikal nach oben… jedoch nicht oft

Ein kurzer Zeitvertreib

Ein wenig Grind ist der Schlüssel zu diesem Spiel. Am Anfang schafft man es kaum über die Runden, jedoch mit 1 – 2 permanenten PowerUps kann einen nichts mehr aufhalten und das ist sehr schade. Es gibt genügend Side-Scroller die es vormachen, wie ein Spiel dauerhaft motivieren kann. Leider schafft es Habroxia mit seinem schwachen 16bit Look und einem sehr nervigem 8bit Soundtrack nicht den Spieler lange bei der Stange zu halten. Die Story wird überhaupt nicht erzählt, sofern sie vorhanden ist. Weder durch Cutscenes noch durch Textblöcke und nach dem 20. Mal vorbeifliegen an dem selben Baukasten Eck vergeht einem auch schwer die Lust, das Spiel weiter nach vorne zu treiben. Ich mag für gewöhnlich solche Spiele, jedoch retten hier auch nicht die Endlos Modi die Welt. Wer Spaß daran hat, dem sei das Spiel gegönnt. Ich für meinen Teil werde Habroxia wohl nicht noch einmal starten, da mich nichts im Spiel motivieren kann.

Habroxia ist seit dem 26. September für PS4, PS Vita und Nintendo Switch digital erhältlich. Für die Vita gibt es darüber hinaus noch eine Limited Edition Box.

Habroxia

7.99€
4.5

Grafik

7.0/10

Sound

3.0/10

Gameplay

5.0/10

Wiederspielwert

3.0/10

Pros

  • Günstiger Preis
  • 3 Endlos Modi

Cons

  • Nerviger Soundtrack
  • Gegner und Bosse wiederholen sich schnell
  • Gleichblebendes Level Designs
  • Grinden ist nötig