Phasmophobia – EA-Review

Manchmal haben Menschen echt gute Ideen. Man nehme also eine ganze Dose Geisterjäger-Dokus, gepaart mit echten Geistern und schon kommt der derzeit erfolgreiche Steam-Hit Phasmophobia heraus, welches von einer Person entwickelt wurde, dessen Studio Kinetic Games es vertreibt.

Vier Geisterjäger

Ich kann nur jedem raten das Spiel mit der maximal Anzahl von Spielern zu spielen. Vorzugsweise am besten ohne externes Kommunikationsprogramm, dazu aber später. Hat man sich am Anfang auf einen Server eingeloggt kann man sich seinen Skin aussuchen, Geisterjäger-Equipment kaufen und dieses dem Spiel hinzufügen. Diese Dinge werden durch Dollar gekauft, die man im Spiel verdient. Ein Standardequipment ist immer vorhanden, damit auch Geisterjäger mit wenig Geld Spaß am Spiel haben können. Hat man das Spiel dann gestartet geht die Jagd los.

Equipment ist das A und O

Das Kreuz in einen Gang gelegt sorgt dafür dass manche Geister für kurze Zeit gebannt werden

Ziel des Spiels ist es herauszufinden um welchen Geist es sich handelt. Richtig Jagen tut man diesen Geist nicht, sondern muss versuchen den Geist aus der Reserve zu locken damit dieser sich zeigt. Dazu haben die Geisterjäger verschiedene Möglichkeiten den Geist heraus zu locken – allerdings reagiert nicht jeder Geist auf die selben Gegenstände.

So gibt es mit der Geisterbox ein Tool, welches man dafür nutzt mit dem Geist Kontakt durch Sprache aufzunehmen. Dies funktioniert alles durch Sprache. Wer also kein Mikrofon hat wird dieses Spiel nicht spielen können. Bei Sätzen “Wo bist du?” antwortet der Geist “Here” oder “Close”, im schlimmsten Fall wenn er ein Agressiver Geist ist sogar “Attack”.

Mit dem UV-Licht hat man die Möglichkeit Fingerabdrücke an Fenster, Türen oder Lichtschalter zu sehen.

Hat man das EMF-Gerät kann man herausfinden ob es paranormale Aktivitäten in den Gängen oder Räumen gibt, die man betritt. Dieses hat mehrere Stufen wobei Stufe 5 die stärkste ist, was auch auf eine sehr starke paranormale Aktivität hinweist.

Schreiben und Malen können manche Geister ebenfalls. Zu diesem Zweck gibt es das Geisterbuch, welches man einfach in den Raum ablegt und dann hofft das der Geist hinein kritzelt.

Audiosensoren, Bewegungsmelder, Räucherstäbchen und Feuerzeug sowie Kreuze um den Geist für kurze Zeit zu bannen oder ein Angriff abzublocken gibt es ebenfalls.

Ein weiteres wichtiges Mittel sind die Kameras, wahlweise auch mit Stativen. Angeschaltet in den Lieblingsraum des Geistes gestellt können die Geisterjäger in dem Truck zwischen den Kameras hin und her schalten und mit Hilfe der Nachtsicht mit etwas Glück sogar Geisterkugeln sind! Diese Orbs dienen ebenfalls dazu den richtigen Geist zu bestimmen. Ein ähnliches Mittel gibt es mit der Kopfkamera, die einer der Kameraden sich aufsetzen kann, wo dann ein Geisterjäger im Truck diesen beobachten kann – cool.

Jetzt habe ich euch mit dem ganzen Equipment gelangweilt, doch was kann der Geist eigentlich…

Der Geist – eine unsichtbare Gefahr

Der Geist selbst ist zu Anfang meistens recht friedlich. Selbst auf den Profischwierigkeitsgeraden wo die Vorbereitungszeit nicht mehr vorhanden ist benimmt sich der Geist teilweise recht passiv – zumindest wenn es eine Geisterart ist die nicht wirklich stark Aktiv ist.

Doch was wäre ein Geisterjäger ohne Geist, so muss man versuchen ständig mit ihm in Kontakt zu treten, damit dieser sich zeigt oder Aktionen durchführt. Poltergeister werfen sehr häufig Gegenstände durch die Gegend, Dschinns greifen am liebsten bei Licht an, während sich die Mahre gerne im Dunkeln aufhalten.

Zu Spät: Ist der Geist so nah kann man derzeit nur hoffen das er sich so gezeigt hat und nicht auf der Jagd ist, sonst ist das Abenteuer wohl bald vorbei

Unabhängig von der Geisterart kann jeder Geist angreifen. Manche greifen lieber an wenn Geisterjäger alleine unterwegs sind, manche interessiert das nicht und sie zeigen sich auch Gruppen. Beginnt der Geist seine Jagd auf die Geisterjäger, so flackern alle Lampen, sowie die eigenen Taschenlampen. Dann heißt es sich schnellstens vor ihm zu verstecken. Hat der Geist einen Geisterjäger erwischt darf dieser noch umher laufen und den anderen Geisterjägern bei der Arbeit zusehen. Funk,- oder Sprachkontakte sind dann allerdings nicht mehr möglich.

Mit dem Fotoapparat kann man Geisterfotos schießen. Dieser muss sich allerdings erst einmal zeigen. Hier: Das Geisterfoto an der Wand im Geisterjäger-HQ

Die Geister sind alle super umgesetzt, sehen für Geister richtig gruselig aus. Tatsache ist auch das sie da sind wenn man sie nicht sieht, dann können sie den Geisterjägern ins Ohr hauchen oder die typischen “The Grudge”-Geräusche machen. Unheimlich.

Geisteranalyse

Derzeit hat jeder Geisterjäger noch ein Journal. Mit einem Update soll meines Wissens aber eine Allgemeine Tafel vorhanden sein, wo jeder seine Beweise eintragen kann. Jeder Geist setzt sich aus 3 Beweisen zusammen. Ob Geisterbuch, Geisterorb, Minustemperaturen, Fingerabdrücke oder EMF-Gerät – jeder Geist hat 3 dieser Dinge um den Geist eindeutig zu identifizieren. Hat man dies gemacht trägt man unten die Art des Geistes noch ein und hofft dann alles richtig gemacht zu haben, da so am meisten Dollar rüber kommen.

Zusatzjobs

Aber es gibt auch weitere Zusatzjobs, die ebenfalls noch Geld geben. Das Fotografieren bestimmter Dinge, wie das Ouija-Board oder ein Waschbecken welches blutiges Wasser beinhaltet. Dies gibt alles zusätzliches Geld. Aber auch ein gutes Geisterfoto ist immer gerne gesehen. Problem: Damit der Geist sich zeigt muss man ihn nerven. Bedeutet auch das dieser sehr Aggressiv werden kann.

Rufen tut man den Geist wenn man mehrmals seinen Namen ruft in seinem Lieblingsraum, dies funktioniert aber auch außerhalb. Zeigt er sich dann heißt es schnell auf den Auslöser drücken und… nun ja… hoffen dass er seine Jagd schnell beendet oder noch schnell ein Versteck zu suchen.

Auch gibt es Versicherungsgeld in dem man den toten Körper eines gefallenen Geisterjägers fotografiert.

Witzig: Man kann jeden Gegenstand aus dem Haus aufnehmen, durch die Gegend werfen und den Geist so Aggressiv machen. Den Teddy habe ich aber lieber mitgenommen (hat aber keinen spielerischen Effekt)

Das Ouija-Board

Jeder Geisterjäger hat eine Stabilitätsanzeige, die bei allen Aktionen ein wenig weiter runter geht. Zeigt sich der Geist, ruft der Geist, ist man zu lange im Dunkeln geht diese Anzeige runter. Das Ouija-Board sorgt dafür das man sehr leicht den Lieblingsraum des Geistes ausfindig machen kann. Spricht man beispielsweise ins Mikrofon und fragt: “Wo bist du”? schiebt sich das Brett auf verschiedene Buchstaben, welche dann den Raum angeben z.B “Nurseroom – Schwesternzimmer”. So kann man ganz leicht den Aufenthaltsort feststellen. Es gibt auch andere Fragen z.B “Wie viele Personen sind in diesem Raum?” oder “Wie alt bist du?”

Diese Fragen sind zwar allesamt nur Spaßfragen, doch der Spaß hat auch seine Auswirkungen. Denn die Wahnsinnsanzeige geht immer weiter runter. Ist die Wahnsinnsanzeige zu tief können die Lampen auch flackern wenn der Geist nicht auf der Jagd ist – man wird halt Wahnsinnig.

Spaßig ist das Spiel allemal. Insbesondere wenn man den Geist fotografieren soll und dann von den Geisterjägerkollegen beobachtet wird. Hier: Foto an der Wand des Geisterjägers-HQ, wo die anderen Geisterjäger beobachtet haben wie ich arbeite.

Grafisch Beeindruckend

Grafisch ist das Spiel sehr beeindruckend. Man fühlt sich wie in richtigen Häusern. Schatten werden gut an die Wände geworfen und die Lichtquellen in diesem Spiel sehen richtig gut aus. Einziges Manko sind ein paar wenige Schatten die nicht so toll aussehen, dies ist allerdings eher die Ausnahme. Auch die Charaktermodelle sind für den heutigen Stand der Technik nicht die Besten.

Gruselsound par Excellence

Das gesamte Spiel hat eine bedrückende Atmosphäre. Der Sound ist perfekt in Szene gesetzt. Knarzende Treppen, Geister die einem ins Ohr hauchen oder Knarzen. Ein Klavier welches plötzlich wie von Geisterhand spielt, ein Telefon was plötzlich klingelt. Jeder Sound im Spiel hat einen Sinn und ist sehr gut in Szene gesetzt – Horrormäßig gut halt.

Fazit

Phasmophobia ist ein Hit auf Steam. Trotz weniger Maps derzeit macht das Spiel immer wieder Spaß, da sich durch die vielen Geisterarten und verschiedenen Räumen das Spiel sich auch irgendwie immer anders spielt. Außerdem sind derzeit schon einige weitere Maps wohl in Entwicklung. Das Spiel ist zu recht der Hit. Hier habt ihr einen ganzen Livestream wo ich das Spiel mit Bekannten und Freunden gezockt habe.

Phasmophobia

11,59 €
9

Grafik

9.0/10

Sound

9.7/10

Bedienung

8.8/10

Story

8.3/10

Pros

  • Angst ist dein ständiger Begleiter
  • unheimliche und schöne Maps
  • gute Voice-Idee (Funkgerät)
  • unterstützt VR

Cons

  • Gelegentliche Abstürze des Spiels
  • Animationen sehen merkwürdig aus

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