Project Starship angetestet

Balllern ballern ballern ballern ballern ballern ballern ballern ballern uuuund… ballern! Ziemlich genau das beschreibt das Genre der sogenannten Bullet-Hell Games. Tausende von Kugel fliegen auf den Spieler zu, denen man ausweichen muss und gleichzeitig noch die Gegner über die Wupper jagen. Dieses Prinzip schlägt natürlich auch bei Project Starship von eastasiasoft und Panda Indie Studio nieder, dass wir für euch testen durften.

Es stimmt schon, dass diese Spiele nicht jedermanns (oder jederfraus…oder jederdiverses #politischkorrekt) Sache sind. Vor allem wenn es so knall bunt ist wie der Ableger, denn wir dieses Mal für euch testen durften. Auch ich hatte anfänglich meine Schwierigkeiten, denn der Grad der Schwierigkeit ist in Project Starship nicht zu unterschätzen.

“Sans… bist du’s?” einiges aus dem Spiel erinnert stark an Undertale

Es wird bunt geballert

Eines merkt man beim Einschalten direkt: An der Farbpalette wurde nicht gespart! Die ersten paar Durchgänge wird man in dem Spiel recht schnell den Game Over Screen sehen, da man einfach nicht weiß, was jetzt Kugeln der Gegner und was eigentlich nur Dekoration im Level ist. Doch das Gamer Hirn adaptiert solche Dinge zum Glück schnell und die Jagd nach dem High-Score der High-Scores kann beginnen, wenn auch nur auf seinen privaten und nicht auf eine weltweit geführte Liste (zumindest in unserer Version).

In typischer shoot’em up Manier fängt man mit einer recht einfachen Waffe an und erhält im Laufe des Geballer immer wieder neue Fähigkeiten, Begleiter und zusätzliche Waffen. Von Begleit Raumschiffen die zusätzlich Ballern, mobilen Schildern, schnellere Bewegungen oder Zielsuchenden Kugeln bietet das Spiel einem eine breite Palette an Power-Ups. Natürlich dürfen auch temporäre Unverwundbarkeit und Extra Leben nicht fehlen, die man hier bitter nötig hat. Als kleines Ultimo erhält man hin und wieder eine einmalige Superwaffe, wie sie für solche Spiele tyisch sind. Bei Aktivierung löschen diese die Gegner auf dem Bildschirm aus, sodass man freie Fahrt und etwas zeit zum verschnaufen hat.

Das sieht nicht nur unübersichtlich aus… es ist auch so. Manchmal verzweifelt man an der Darstellung.

Random soll dein Level sein

Was einen immer wieder animiert, diese doch gewöhnungsbedürftige Grafik anzuwerfen, ist die zufällige Gestaltung der Level. Hintergründe, Gegner Anzahl und Art sowie Bosse werden bei jedem Durchgang neu zusammengewürfelt, sodass man unabhängig davon welchen der beiden Charaktere man spielt immer wieder ein neues Erlebnis hat. Dies kann dazu führen, dass man in einem Durchgang super weit kommt und der High-Score aus allen Nähten platzt, während man im nächsten Durchgang auf den ersten fünf Meter direkt den Löffel abgibt.

Ein weiterer Faktor um das Spielerlebnis aufzufrischen sind zum einen die “Mad Events” und das “Overload” Power-Up.
Während den “Mad Events” hat man das Gefühlt, man hat das Spiel gewechselt und ist mitten im Bosskampf gegen Flowey bei Undertale gelandet. Ob schwarze Löcher, übertrieben Enge Tunnelpassagen, Skeletthände oder einfach ein Kugelhagel, das Spiel versucht alles um dir in diesen paar Sekunden das Leben zur Hölle zumachen und dich ins Game-Over zu befördern. Dagegen steht das “Overload” Power-Up. Zwar schießt man kurzzeitig mehr Kugeln ab jedoch hatte ich das Gefühl, dass dies auch für die Gegner und deren urplötzlich gesteigerte Anzahl gilt.

Doch obwohl das Geballer ein wichtiger Teil dieses Genre ist, bedeutet es in diesem Fall auch einen großen Negativ Punkt: Es ist einfach alles viel zu knallig von den Farben her! Schnell merkt man, dass die gefährlichen Dinge in allen Regenbogenfarben leuchten und das am besten in einem Rhythmus, der bei schwachen Gemütern epileptische Anfälle verursachen kann. Die Übersicht bei dem ganzen Geflacker und Geblinke geht besondern am Anfang schnell verloren, was ohne die nötige Motivation zu einem direkten Beiseitelegen des Spiels führt. Und dies ist auch schon auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad der Fall. Auf der höheren Stufe multipliziert sich das Alles um ein vielfaches.
Doch sollte es dem Gamer doch mal an Übersicht mangeln, kann per Knopfdruck eine Zeitlupenfunktion aktiviert werden, die besonders beim manövrieren durch schier unendliche Kugelwände sehr hilfreich sein kann

Lauras Stern sah auch schonmal Glücklicher aus… doch dann sah er wohl Regel 34

Fazit

Man kann Project Starship eine Chance geben. Es ist ein nettes Spiel (grad für Unterwegs auf der Switch), welches versteht den inneren Schweinehund des Gamers anzusprechen seinen eigenen High-Score wieder etwas mehr in die Höhe zu treiben. Und für Jäger von Trophäen gibt es bereits unzählige Videos auf Youtube, wie diese zu ergattern sind. Wenn man es also schafft, über die selbst für heutigen Retro-Look Grafik Stand nicht besonders gut aussehende Darstellung und den Frustfaktor hinweg zu sehen, kann Project Starship durchaus unterhalten. Für die Erfahrung die ich gemacht habe würde ich es aber eher für die mobile Switch empfehlen, anstatt seine stationären Kollegen.

Project Starship ist für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und Steam erhältlich.

Project Starship

ca. 5€
7.2

Gameplay

7.5/10

Grafik

6.0/10

Wiederspielwert

8.0/10

Pros

  • Massenhaft Geballer
  • Verschiedene Schwierigkeitsstufen
  • High-Score
  • Random Level

Cons

  • Teilweise sehr unübersichtlich
  • !!Gefahre von epileptischen Anfällen!!

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