Ravenous Devils – Test

In alten Zeiten war Fleisch eher ein Produkt für die gehobene Mittelklasse oder sogar nur für den Adel. Hier kommen nun die Entwickler von Bad Vice Games und bringen Ravenous Devils heraus – mit Protagonisten, die wohl direkt aus der Hölle kommen!

Fleisch konnte sich nicht jeder leisten

Das Spiel, welches wohl in einer Zeit angesiedelt ist wo Fleisch nicht für jedes Portmonee reichte, haben Hildred und Percival eine gute Idee um das beste Restaurant der Stadt zu werden. Ravenous Devils setzt hier auf das Management-System für 2 Shops. Oben in der Schneiderei arbeitet Percival an seinen Kleidungen, während unten Hildreds Taverne ist mitsamt der Küche im Keller. Die Geschäftsidee der Beiden – Fleisch auch hier in diesem Viertel welches von Armut durchzogen ist günstig anzubieten.

In seinem Shop verkauft Percival Second Hand – Kleidung von seinen Opfern

Da Fleisch von Tieren allerdings teuer ist haben die beiden keinen Skrupel.

Mord ist Sein Hobby, Sie kocht

Während Percival Kunden, die zum Ankleiden im Hinterraum kommen um die Ecke bringt und deren Kleidung neu verwertet, wirft er die Leiche durch einen Schacht in den Keller in die Küche. Hier wartet bereits Hildred mit ihren morbiden Gerätschäften.

In Hildreds Küche wird nicht rumgegammelt, sondern gehackt

So landen die Leichen in riesige Fleischwölfe oder Wurstmaschinen um Hackfleisch und Würste zu gewährleisten. Für Steaks verarbeitet Hildred die Leichen direkt mit ihrem Fleischermesser auf der Anrichte, während die Dinge die verarbeitet werden können in der Holztonne landen.

Taverne – Treffpunkt für die ganze Familie

Auf den Displays landen so die leckersten Gerichte von Menschenburger über Menschensteak mit Kartoffeln oder sogar Fleischpastete aus Menschenfleisch. Die Gerichte sind vielseitig und es gibt eine ganze Menge her zu stellen. Das Display auf dem Tresen sorgt dafür das Kunden direkt die deliziöse Nahrung kaufen können.

Mit der Zeit kann alles in den Läden durch Upgrades aufgewertet werden. So ist es auch Möglich die Kunden auch später an den Tischen zu bedienen. Hier muss Hildred dann neben dem Kochen die Kundenbestellungen auch noch direkt entgegen nehmen.

In der Taverne gehen Kunden aller Couleur ein und Aus. Reiche wie Arme stehen auf das mysteriöse Essen welches Hildred anbietet

Im Laufe der Story ist dies nicht mehr notwendig, da man durch ein Upgrade auch einen Mitarbeiter einstellen kann, welcher die Bestellung dann stellvertretend für Hildred aufnimmt. Hildred schickt dann durch einen kleinen Fahrstuhl das Essen nach oben, welches für den Tisch fertig ist.

Nicht für Jedermann

Die Thematik ist natürlich nur wirklich was für Horrorfans oder diejenigen die ihre Spiele ein wenig blutiger haben wollen. Deswegen auch hier schon mal gleich eine Warnung vorweg – das Spiel ist bösartig. Man spielt schließlich Verbrecher welche in ihrer Taverne heimlich Menschenfleisch verkaufen. Dies ist natürlich nicht abzustreiten.

Im Upgrade-Menü könnt ihr Taverne, Küche, Schneiderei und Gewächshaus aufrüsten um somit schneller arbeiten zu können und mehr Geld zu verdienen

Für Spieler die eher auf längere Spiele stehen ist dieses Spiel auch nichts. Nach der Kampagne die 6 Stunden geht hat man schon so ziemlich alles geschafft was man möchte – auch alle Steamerfolge des Spiels. Für Spieler allerdings die mal so eine abgrundtief böse Thematik erleben wollen kann man zumindest zu dem Preis zu dem das Spiel angeboten wird mal rein schauen.

Die Thematik ist nicht für Jeden etwas. Wer also Filme wie Hostel oder Saw eklig findet, sollte hier vielleicht die Finger von lassen, da das Spiel sehr Gore-Intensiv ist.

Das Spiel selbst ist auf Zeitmanagement ausgelegt. Öffnet man den Laden nach der Vorbereitung hat man nur eine gewisse Anzahl an Kunden bis der Laden wieder schließt. Danach Upgradet man, verbessert das Geschäft und dann geht es gleich in die nächste Ladenöffnung. Nach einer gewissen Zeit, welche wohl von dem Fortschritt des Restaurants auch abhängt läuft eine gewisse Story immer mal weiter, die mal mit Ingame-Sequenzen, mal mit Zwischensequenzen garniert ist, deren Sprecher an einfach sehr gut in Szene gesetzt sind und wissen wie man Charakteren ihre Stimme verleiht.

Skins lassen sich auch durch Geld, welches man im Spiel verdient kaufen.

Technisches

Für ein Indiespiel ist diese Grafik schon recht hübsch inszeniert und passt zu der Horror-Thematik des Spiels. Der Soundtrack lässt sich gut hören und auch die Sprecher sind super.

Ein paar Abzüge müsste man aber schon geben, da sich manche Charaktere auch ineinander verkeilen können. Dies macht erst einmal nicht so viel, da es die beiden Charaktere nur verlangsamt dann – wenn es jedoch knapp wird und der Kellner nicht mehr viel Zeit hat das Essen zu dem richtigen Tisch zu bringen kann dies mit unter schon mal ärgerlich sein.

Fazit

Alles in Allem ist Ravenous Devils ein kurzweiliges Spiel, welches mit einem angemessenen Preis auf Steam angeboten wird. Für sechs Stunden mal eine morbide Atmosphäre zu erleben ist schon recht schön. Gefallen hat mir das Spiel deswegen recht gut.

Ravenous Devils

3,99 € (Steam)
8.4

Grafik

9.1/10

Sound

8.1/10

Bedieung

9.0/10

Story

7.2/10

Pros

  • morbider Spaß...

Cons

  • ...welcher aber nur was für Horror-Fans ist

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