Das Beste Resident Evil aller Zeiten?

Drei Jahre nach Resident Evil 7 scheint es für Ethan Winters bergauf zu gehen. Er lebt zusammen mit Mia in einem schönen Haus in Europa. Es hätte so schön idyllisch sein können, bis eine bewaffnete Einheit das Haus stürmt, Mia erschießt und dann Ethan und seine Tochter entführt! Doch ist dieses Resident Evil bereits wieder ein waschechtes Resi, oder hat Capcom hier versagt? Dies sagt euch dieser Test!

Trautes Heim: Zu Anfang wirkt noch alles recht friedlich

Auf ins Dorf

Ein Unfall allerdings sorgte dafür dass Ethan Winters mitten in der schneebedeckten Landschaft aufwacht. Natürlich kann er sich an alles erinnern und möchte unbedingt seine Tochter retten. Ein nahes Dorf mit riesigem Schloss sollte ihn dort bestimmt weiter helfen. Doch so friedlich wie das Dorf auch aussieht scheint dieses jedoch nicht zu sein. Schon bald sieht sich der Protagonist Wesen gegenüber die man für Legenden halten kann. Was ist hier in dem Dorf geschehen? Wo ist seine Tochter? Und was hat Chris Redfield mit dieser ganzen Sache zu tun?

Leveldesign, für jeden was dabei

Die verschiedenen Abschnitte des Dorfes sind dabei nicht alle Begehbar. Es zieht sich ein roter Faden durch das Spiel, dem man folgen muss. Natürlich gibt es innerhalb der Level Abzweigungen und das Dorf ist auch am Ende sehr weit begehbar, dennoch zieht sich der Faden durch das gesamte Spiel. Wer ein Open World Abenteuer erwartet sollte deswegen vielleicht die Finger von Resident Evil Village lassen.

Horrortechnisch kommt allerdings jeder Horrorfan auf seine Kosten. So gibt es Gebiete wie das Schloss, wo Vampirähnliche Wesen hausen und ein altes Haus wo man eher den Psycho-Horror erleben kann. Neben diesen beiden Orten gibt es noch andere Orte die betretbar sind.

Was wird uns wohl in der alten Fabrik erwarten?

Dabei ist die Gegnervielfalt sehr enorm. So hat man grob gesagt die normalen Fußsoldaten, über Werwölfe die man auch bereits in der Demo gesehen hat bis hin zu den großen Bossgegnern – den sogenannten Grafen des Dorfes. Gegnervielfalt ist in Resident Evil Village groß geschrieben, so kann man gut und gerne 30 Gegnertypen (einschließlich Bosse) sehen. Dies ist bereits ein großer Unterschied als zu Resident Evil 7, wo man lediglich Molded und Licker drin hatte.

Der überschwemmte Teil des Dorfes ist eines der Gebiete welches wir besuchen

Kurzum: Für jedes Horrorgenre ist etwas dabei

Crafting, Händler und Taschen

Natürlich gibt es in Resident Evil: Village auch wieder einen geheimnisvollen Händler der an den verschiedensten Orten im Spiel auftaucht. Hier kann man Munition, Baupläne, Medizin und Waffenerweiterungen sowie später auch Nahrung herstellen lassen kann.

Die Taschen sind, wie in jedem Resident Evil nur begrenzt. Diese kann man jedoch ebenfalls bei dem Händler erweitern um so mehr Platz zu bekommen.

Sehr Schade: Kisten wo man seine Gegenstände rein tun kann gibt es offenbar nicht mehr. Man hat im Grunde alle Gegenstände im Inventar oder kann sie nicht mitnehmen weil nicht genug Platz darin ist. Deswegen empfiehlt es sich auch die Tasche flott zu erweitern.

Und dies ist auch recht leicht. Fast jeder Gegner lässt Kristalle fallen die man für viel Geld verkaufen kann. Auch Schätze können bei dem Händler verkauft werden. So kommt man sehr schnell an viel Geld.

Grafisch 1a

Im Allgemeinen ist die Grafik etwas, worauf die Entwickler in diesem Spiel sehr stolz sein können. Alles was heutzutage Gang und Gäbe in Sachen Grafik ist wurde eingebaut. Grafisch hat sich seit Resident Evil 7 auf jeden Fall sehr viel getan und bringt den Grafikspeicher bei höchster Einstellung schon sehr auf Touren. Wem das nicht reicht der kann natürlich auch höher als 1920×1080 gehen. Fantastisch.

Die Grafik ist auf den höchsten Einstellungen atemberaubend schön

Auch Effekttechnisch kann das Spiel sehr hoch aufwarten. So fliegt nach einer Explosion massenweise Staub durch die Luft, Rauch ist nach jedem Schuss zu sehen und gerade Partikeltechnisch fliegt in vielen Gebieten massenweise durch die Luft.

Die Modelle sind nahezu perfekt hergestellt worden und strotzen nur so mit Liebe zum Detail. Dies sieht man insbesondere wenn man sich am Ende des Spieles mal Zeit nimmt und sich die ganzen Modelle mal im Detail anschaut. Modell und Bildqualität passen perfekt ineinander.

Ein Sound zum Fürchten

Aber auch der Sound ist zum Fürchten. Streift man durch das Dorf fühlt man sich ständig beobachtet weil immer mal ein Rascheln im Gebüsch zu sehen ist. In den Innenlevel selbst hört man auch ab und an mal Geräusche so das man bereits weiß, das man nicht Alleine ist. Der Sound passt so gut in diese Atmosphäre das man sagen kann, dass Capcom hier ganze Arbeit geleistet hat und auch ein wenig mit der Bedrückung spielt, die der Spieler in den Gebieten fühlt.

Aber auch die Synchronsprecher sind sehr sorgfältig ausgesucht wurden, so vertont die Streamerin LaraLoft die Stimme von Evelynn und eine der Gräfinnen.

Steuerung recht leicht

Die Steuerung ist ebenfalls echt gut gelungen. Es empfiehlt sich allerdings das Automatische Zielen aus zu machen, da dieser Standardmäßig auf den Bauch des Gegners zielt. Wieso auch immer. Leichter ist es da von Hand den Kopf zu treffen.

Das FoV (Field of View) ist allerdings sehr beschränkt und ist auch derzeit leider noch nicht erweiterbar. Ansonsten spielt sich das Spiel wie Resident Evil 7.

Nach dem Spiel gibt es die Möglichkeit sich die Modelle des Spieles näher zu begutachten, wo man die Liebe zum Detail sehr genau erkennen kann.
Zu jeder Zeit des Spiels könnt ihr die zu sehende Szene euch in einem Fotomodus anschauen

Ist das noch ein richtiges Resident Evil?

Hierzu muss man überlegen was die Resident Evil Serie ausgemacht hat. Bisher hat die Resident Evil Serie ausgemacht das ein Virus ausgebrochen ist und die Menschheit infiziert hat. Zur Folge kamen dann Zombies, später durch künstliche Virusmutante dann auch Mutationen wie zum Beispiel der Nemesis.

Seit Resident Evil 7 ging es aber eher um einen Pilz der sich breit gemacht hat. Und auch hier in Village wird die Story nach und nach weiter erklärt was dann im Nachhinein auch weiterhin Sinn ergibt das man dies alles noch als Resident Evil ansehen kann. Dies erfährt man in den Büchern und Schriften die in der Spielwelt herum liegen.

Deswegen an die Leute die meinen das dies alles wegen Werwölfe und Vampire nicht in das Universum passt denen sei beruhigt gesagt – es wird sich alles aufdröseln.

Fazit

Resident Evil Village wird aktuell auf Twitter hochgelobt als das beste Resident Evil aller Zeiten. Auch ich würde mich dem Tenor gerne anschließen. Die neue Trilogie ist fesselnd und die Ego-Perspektive tut der Reihe wirklich gut. Es ist halt ein Unterschied ob man jemanden über die Schulter schaut oder aus den Augen einer Person schaut. Die Immersion ist einfach so viel näher.

Für Resident Evil Fans die von der 3rd Person der anderen Teile begeistert waren wird die neue Trilogie natürlich ein eventuell bitterer Beigeschmack sein. Im Großen und Ganzen muss ich, einer der alle Teile bis auf Resi5 und Resi4 gespielt hat allerdings sagen das diese Umstellung Resident Evil mal gebraucht hat. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht

Resident Evil Village

59,99 € (Steam 09.05.2021)
9.5

Grafik

9.8/10

Sound

9.5/10

Steuerung

8.8/10

Story

9.7/10

Pros

  • fantastische Grafik
  • fantastischer Sound
  • enorme Gegnervielfalt
  • gute Storytwists

Cons

  • eventuell mit 5-15 Stunden zu kurz?

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