S.H.E.L.T.E.R. – An Apocalyptic Tale EA-Review

Genre: Post-Apokalyptisch, Hentai, NSFW, Indie, Nacktheit,
Sexuelle Inhalte, nur für Erwachsene
Erscheint: EA seit dem 12. November 2020 (Steam)

Die Visual Novel von Winterlook Games ist ein Projekt welches erst einmal recht Gewöhnungsbedürftig ist. Schaut man sich aber den Markt für “Erotik-Visual Novels” stellt man leicht fest dass jeder irgendwelche 3D-Figuren nutzt und diese einfach nur in Szene setzt. Bei diesem Spiel ist es anders, da auch hier alles gezeichnet worden ist. Doch lohnt sich S.H.E.L.T.E.R. überhaupt?

Die Lannisters wären neidisch

Erst einmal sei gesagt dass dieses Spiel recht viele explizite Szenen enthält. Es ist nichts in diesem Spiel geschnitten oder verpixelt. Dies kann man gut finden, manche könnten das aber auch als schlecht empfinden. Ich persönlich bin gegen irgendwelche Schnitte oder Verpixelungen.

Shelter ist ein Spiel, welches in einer Post-Apokalyptischen Welt spielt. Ähnlichkeiten mit anderen Post-Apokalyptischen Spielen ist rein zufällig. Der Protagonist lebt im Shelter, in welches er sich mit seiner Familie zurück gezogen hat bevor die Bomben fielen. Doch statt sich mit Gesellschaftsspielen oder Konsolen zu beschäftigen (Strom gibt es wahrscheinlich eh kaum mehr) versucht sich der Protagonist an seine Schwestern und seiner Mutter heran zu machen – die Lannisters wären bestimmt stolz. Es gilt also die Welt zu entdecken und wieder neu zu Bevölkern.

Ein Shelter ist nie genug

Die Plünderin Tiffany trefft ihr als erstes nachdem ihr das namensgebende Shelter verlasst

Damit man nicht ständig aufeinander hängt gilt es aber auch die Außenwelt zu erkunden. Auch hier trifft man auf verschiedene Charaktere, wie die Plünderin Tiffany oder in der Siedlung sogar eine ganze Reihe an Charakteren. Um zur Siedlung zu kommen brauch man eine Spritze um die Strahlungsgebiete zu überleben, die man bei Tiffany kaufen kann.
In der Siedlung geht man dann jeden Tag einer Arbeit nach und arbeitet sich dort in der Dorfgemeinschaft nach oben.

Im Dorf kann man ein paar Arbeiten nachgehen und später sogar Gebäude errichten, wo dann weitere Personen frei geschaltet werden.

Quests sind ebenfalls mit drin

Auch hat das Spiel einige Quests die man erfüllen kann. Um beispielsweise mit Kira anzubandeln brauch man ein Whiskey und sollte mit ihr Gespräche führen. Das Dorf selbst wird später mit verschiedenen Gebäuden noch erweitert – inclusive neuen Charakteren. Auch die Karte ist noch nicht ganz komplett – auch dort findet man noch ein paar Gebiete.

Auch Monster bevölkern das Ödland. Sind sie friedlich oder Böse?

Das Ödland bevölkern

Bei der Auswahl an Sexstellungen (ja die gibt es) wird angezeigt ob man den Partner schwängern kann oder nicht. Dies finde ich persönlich ein wenig merkwürdig, da das Spiel offenbar keine Menstruationszyklen berücksichtigt. Vaginal ist meistens immer = Schwanger. Kann natürlich sein dass sich der Entwickler hier noch etwas einfallen lässt.

Der lange Weg zum Ziel

Ein wenig Schade ist es das das Spiel sich an vielen Stellen ziehen kann. So klickt man irgendwann einfach die Gespräche weg weil man diese bereits gesehen hat.
Jede Beziehung im Spiel hat eine “Romanze”-Phase und eine “Korruptions”-Phase. Pro Spieldurchgang kann man für jeden Charakter immer nur eine einzige Phase auswählen. Dies wirkt sich später auf das Spiel aus und die Berufe die eure Familienmitglieder nachgehen können.

Bodyguard oder das Dorf schützen. Jede Phase (Korruption oder Romanze) hat eigene Berufe

Unterm Strich ein kleines gelungenes Abenteuer

Es wird eine ganze Zeit lang dauern bis man jegliche Beziehung im Spiel vollendet hat, und dann auch noch einmal länger bis die Babys geboren werden. Hier ist meiner Meinung nach noch ein wenig Leergang zu finden, da die Aufgaben alle gleich sind. Neue Jobs im Spiel wären vielleicht noch einmal interessant, damit man nicht ständig an der Bar stehen muss und ausschenken muss, danach wieder ein paar Spritzen kaufen und dann wieder ab nach Hause geht.
Aber wie ich schon sagte vertraue ich dem Entwickler das er ein schönes Spiel zaubern wird.

Die EA-Phase beinhaltet zumindest derzeit noch nicht die ganze Hauptstory. Diese endet abrupt im Spiel. Man kann zwar weiter spielen um die neuen Romanzen zu entdecken die mit Updates nachgereicht werden (bisher kam zumindest auf Patreon jeden Monat ein Update) doch mit dem gesamten Spiel dürften wir laut Steamseite des Entwicklers noch ungefähr ein Jahr warten.

Der Stil der Zeichnungen gefällt mir auf jeden Fall schon sehr gut und das geht klar. Warum man die Inzest-Thematik aber unbedingt ins Spiel drin haben musste weiß ich auch nicht. Nun ja – es ist Fiktion und wenn ein GoT diese Thematik haben darf, dann darf es doch wohl auch ein Computerspiel, oder?

Spiel in der Early Access

Wie lange die Spielzeit von diesem Spiel sein wird weiß ich natürlich nicht. Leute die allerdings schnell von Sexszene zu Sexszene klicken sind in diesem Spiel falsch. Hier gilt es zu lesen – es ist eine Visual Novel und kein Clicker-Game.

Da ich ungefähr weiß was noch kommen könnte werde ich dem Spiel einen Daumen nach oben geben. Dennoch bin ich der Meinung, dass man an dem Spiel noch ein bisschen was tun müsste, auch was die jetzigen Inhalte angeht. Ansonsten für das was das Spiel sein möchte – eine “Erotic-Visual-Novel” mit “Story” funktioniert es schon.

Die Karte des Spieles. Ob diese Karte noch größer wird weiß man nicht, aktuell (Stand 27.11) sind noch nicht alle Orte begehbar.

Fazit:
Spiel noch zu undurchschaubar

Was die Beweggründe des Protagonisten sind wissen wir ja aus dem Text bereits. Dieses Spiel wurde ebenfalls mit dem Programm “Renpy” entwickelt und kann sich sehen lassen. Viele Visual Novels werden mit diesem Programm entwickelt und es scheint ein sehr gutes Programm zu sein, welches viele Visual Novels auch beweisen.

Schaut man sich allerdings auf den Markt der Hentai-Visual-Novels um, dann erkennt man sehr stark Qualitätsschwankungen. S.H.E.L.T.E.R – An Apocalyptic Tale ist wie bereits geschrieben nicht das schlechteste Spiel dieser Art, bewegt sich meiner Meinung nach aber schon eher in dem mittleren Bereich der ganzen Visual-Novels die es da draußen gibt.

Hoch anzurechnen ist dem Spiel dass hier ebenfalls alles von Hand gezeichnet wurde, anstatt irgendwelche 3D-Figuren Bild für Bild Szenen stellen zu lassen. Dies finde ich persönlich sehr gut, da bei den meisten Novels mit 3D-Figuren das gewisse Etwas fehlt. Bei vielen der Figuren sieht es nämlich so aus als sähen sie sich alle sehr ähnlich und auch die Gesichter wirken einfach viel zu glatt. Dies ist hier bei gezeichneten Visual Novels zum Glück anders. Da kann man Winterlook Games auf jeden Fall einen Daumen nach oben lassen.

Von der Story her bin ich persönlich noch nicht so hundertprozentig überzeugt, einfach da man sehr viele Dinge wiederholen muss – insbesondere wenn man darauf aus ist jede Romanzenszene komplett durch zu spielen.

Deswegen werde ich dem Spiel auch einen vorsichtigen Daumen Rauf verpassen – wie gesagt… vorsichtig.

Bewerten werde ich das Spiel allerdings erst wenn es komplett draußen ist, und eventuell dann auch meine Bewertung auf Steam soweit ändern müssen, da es die aktuelle Version beinhaltet und man nicht weiß was noch kommen wird. Es ist halt ein EA-Review und da Early-Access-Titel für mich noch keine vollwertigen Spiele sind da in manchen Fällen auch noch viel fehlt bis zur Vollendung des Titels.

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