Schachclub-Mitglied wechselt mit Studio zu Großkonzern

Microsoft, die Macher der Xbox, haben bekannt gegeben, dass eine Einigung mit Zenimax geschlossen wurde und der Publisher und seine enthaltenen Studios sind nun bei den “Xbox Game Studios“. Was das für die Zukunft der Konkurrenz heißt, ist aber bist jetzt noch nicht klar.

7,5 Milliarden Dollar sind geflossen und die Übernahme ist in trockenen Tüchern. Damit wechselt aber nicht nur Todd Howard, Pete Hines und die anderen Mitglieder von Bethesda Game Studios zu Microsoft, sondern auch die anderen Studios, die zu Zenimax gehören. Mit diesem Einkauf hat Microsoft nun die Rechte über zahlreiche, beliebte Marken, wie Doom, The Elder Scrolls, Fallout, Dishonored, Quake und viele mehr.

Eine wichtige Frage stellt sich, wenn man an den Konkurrenten Sony denkt, dessen Playstation auch schon den einen oder anderen Zenimax-Titel beherbergte. Zunächst besteht noch ein Deal, welcher die Spiele Deathloop und Ghostwire: Tokyo zeitlich exklusiv auf der Playstation erscheinen lässt. Phil Spencer, der Chef der Xbox-Division, hat auch schon bestätigt, dass man sich an diesen Deal halten werde. Wie es danach aussieht, ist jedoch noch nicht geklärt. Persönlich könnte ich mir vier mögliche Ausgänge denken:

  • Playstation ist abgeschrieben:
    Microsoft nutzt seine neue Position, um zukünftige Titel von der Playstation fern zu halten.
  • Zeitliche Exklusivtitel:
    Diese Herangehensweise wurde schon am PC von Epic Games gezeigt, welche sich die Rechte zur Veröffentlichung exklusiv für ein Jahr sicherten. Wer also ein Spiel einer Zenimax-Marke zum Release spielen möchte, muss sich an die Xbox oder den PC halten.
  • Alles wie gehabt:
    Wenn man aktuell einen Blick in den Playstation Store wirft, kann man sehen, dass bereits Microsoft-Titel enthalten sind. So kann man z.B. Minecraft dort kaufen und spielen, trotz der Mojang-Übernahme in 2014. Auch Minecraft Dungeons, der neue Ableger, welcher an Diablo erinnert, kann dort gekauft werden. Es muss sich also nicht unbedingt etwas ändern.
  • Zusätzliche Inhalte für Xbox-Spieler:
    In vorherigen Pressekonferenzen wurde von den Marvels Avengers-Machern gesagt, dass es keine exklusiven Inhalte geben wird. Da aber Sony die Rechte an Spiderman innehält, kommt der Netzschwinger mit seiner Geschichte nur auf Playstation raus. Ein ähnliches Konzept kann auch hier greifen, indem einige neue Inhalte nur auf Microsoft-Plattformen erscheinen.

Für die eigene Fan-Base gibt es mit der Übernahme aber einen Vorteil, denn bis jetzt ist jedes Spiel aus den Xbox Game Studios im “Game Pass” enthalten. Der Game Pass ist ein monatlicher Bezahlservice, bei dem man, gegen einen kleinen Betrag, Zugriff auf über 100 Vollversionen von beliebten Spielen hat. Mit der Übernahme sollte der Katalog nun weiter anwachsen.

Einen Fallout-Fan lässt diese Nachricht hellhörig werden, denn mit der Übernahme von Obsidian Entertainment in 2018 und mit der jetzigen Übernahme von Bethesda, sind die Studios, die für das postapokalyptische Ödland verantwortlich sind, zusammen im gleichen Boot. Obsidian Entertainment, die aus Black Isle Studios entstanden sind, sind in gewisser Hinsicht die Erfinder von Fallout und konnten ihre Kenntnis der Materie nochmal in 2010 mit Fallout: New Vegas beweisen. Man kann ein wenig gespannt sein, was aus dieser Richtung noch kommen wird.

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