Sigma Theory II EA-Test

Genre: Simulation, Rundenstrategie Erschienen am: 18.04.2019 (EA)

Wonach streben mächtige Nationen auf der Welt? Etwa nach Macht? Nach Frieden? Oder auch danach besser zu sein als Andere? Diese Thematik hat der Enwickler Goblinz-Studios und Mi-Clos Studios in ihrem Spiel Sigma Theorie aufgegriffen. Ihr als Spieler seid Anführer einer vierköpfigen Agenteneinheit und müsst dafür Sorgen dass die Wissenschaftliche Bereiche der Sigma Theory in eurem Besitz gelangen… egal wie… und die Sigma Theory vor den anderen Nationen zu entwickeln. Ist es dem Entwickler bisher gelungen? Wir klären auf!

Die Nationen befinden sich in einen neuem Kalten Krieg. Sowohl Länder des Westens, als auch Länder des Ostens wollen die Sigma Theorie unter ihre Kontrolle bringen. Doch es gibt Agenteneinheiten in jedem Land, die den anderen Nationen das Leben schwer machen.

Die Weltkarte. Der Rote Balken bei den Ländern zeigt die Alarmstufe an, der Blaue unsere Beziehungen zu den Ländern

Zehn Länder und massenweise Agenten

Derzeit gibt es zehn Spielbare Länder, darunter USA, England, Frankreich, Deutschland, Russland, Indien, Südkorea, Japan, Türkei und China. Jedes der Länder hat ihre eigenen Vorteile, so ist z.B in Südkorea der erste rekrutierte Agent ein Verkleidungskünstler. Man startet in diesen Ländern mit einem Agentenanführer und muss sich danach einen Ehepartner (aus einem anderen Land) erstellen. Dies ist besonders wichtig da auch die Ehe in diesem Spiel eine Rolle spielt, da der Partner Diplomat oder ähnliches ist und dich häufiger um Hilfe bitten wird. Hat man sich für einen Ehepartner entschieden geht es zur Agentenauswahl. Dies ist eine der wichtigsten Funktionen, denn es gibt an die 50 Agenten die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Man sieht deren Perks und sowohl in welchen Ländern sie am besten Aufklärungsarbeit leisten können und in welchen Ländern sie mit Haftbefehlen gesucht werden. Haftbefehle können natürlich auch während des Spiels für die Agenten verhängt werden, was während der ganzen Mission vorsichtiges Handeln sehr wichtig machen würde.

Die Agentenauswahl zum Anfang des Spiels. Jeder Agent hat seine eigenen Eigenschaften und Hintergrundstorys. Außerdem angezeigt: Mental und Stärkewerte, Aufklärung und Haftbefehle.

Übrigens: Hat ein Land das Rennen um Sigma verloren, scheidet dieses Land aus.

Agenten befehligen

Ziel des Spieles ist es, die Sigma Theory vor allen anderen Nationen zu erforschen, das heißt wir brauchen die Wissenschaftler. Hauptziel der Agenten ist es immer irgendwie feindliche Wissenschaftler auf die Seite von euch zu ziehen. Koste es was es wolle. Das erste was man allerdings tun sollte ist in der Vergangenheit der einzelnen Diplomaten der Länder zu wühlen. So können eure Agenten ein Profil erstellen mit dem ihr in diplomatischen Gesprächen diese Diplomaten überreden könnt, zum Beispiel die Alarmstufe zu senken, einen Wirtschaftlichen Vorteil zu bekommen, Sigma Theory – Forschung zu teilen oder Wissenschaftler auszutauschen. Ist ein Diplomat Feige, lässt er sich leicht bedrohen, ist er Empathisch könnt ihr auch mit Betteln ihm bei kommen. Aber zurück zu den Agenten! Diese können in den Ländern auch Hinweise finden, die zukünftige Einsätze in diesen Ländern vereinfachen, in diesen Ländern Waffen kaufen oder sogar Satelliten des Landes (oder anderen Ländern hacken). Und sie können sich natürlich auf der Suche nach Wissenschaftlern machen. Weiß man dann wo Wissenschaftler zu finden sind, gilt es diese erst einmal zu identifizieren. Ab da wird es dann kritisch, denn man kann die Wissenschaftler Bestechen, Verführen, Umstimmen oder sogar Entführen. Die Entführungen spielen dann auf Stadtmaps, wo der Agent durch die Straßenschluchten geht und immer Updates zur Mission preisgibt. Ihr, als Agentenanführer gebt ihm dann natürlich Befehle. Ganz kritisch: Perks wie Draufgänger oder Pazifist. In Gefechtssituation könnte es dazu führen, dass der Draufgänger dann nicht flieht oder der Pazifist sich weigert zu feuern, obwohl ihr den Befehl gegeben habt. So hat jeder Agent seine Vor- und Nachteile. Die Menge der Sicherheitskräfte bei einer Entführung hängt von der Alarmstufe des jeweiligen Landes ab. Bei hoher Alarmstufe kann jede Polizeibarriere so ca.10 Polizisten beinhalten, bei niedriger Alarmstufe nur 2… eigentlich perfekt um diese auszuschalten ohne die Alarmstufe zu sehr in die Höhe zu treiben.

Der Feind schläft nicht…

Nach jedem Tag erhaltet ihr Updates von eurer Regierung und euren Agenten

Doch auch die anderen Länder schlafen nicht. Sie bekämpfen sich auch untereinander, entführen Wissenschaftler und sorgen dafür dass andere Länder geschwächt werden. Habt ihr beispielsweise Wissenschaftler bei euch im Land können auch feindliche Agenten versuchen diese zu entführen. Ihr werden normalerweise von eurer Regierung darauf aufmerksam gemacht, dass feindliche Agenten oder Spione im Land sind. Das Ziel ist dann ganz klar. Eigene Agenten zurück zu beordern und die feinlichen Agenten zu Identifizieren. Hat man dies getan versucht man entweder sie gefangen zu nehmen, oder ihre Mission zu vereiteln, was dazu führt das sie das Land verlassen. Bei einer Gefangennahme sieht dies schon anders aus, denn hier könnt ihr sowohl harmlose, als auch fiese Verhörmethoden verwenden um den Gegenüber zum Reden zu bringen. Das geht von leichten Befragungen bis hin zu Waterboarding. Stirbt ein feindlicher Agent in ihrer Obhut wird ihre eigene Regierung dies nicht gerne sehen.

Das Verhören von feindlichen Agenten. Unten die Lebensanzeige. Fällt diese auf 0 stirbt der Agent und sowohl Druckmittel als auch Informant ist tot.

Beziehung und Regierung

Ab und an haben sogar NGOs, Lobbyisten und Terrororganisationen Anfragen an euch. Das reicht von Forschungsunterstützung bis hin zum Hacken feindlicher Verteidigungsanlagen.

Eure eigene Regierung sitzt euch sowieso immer im Nacken. Gebt ihr viel zu vielen Ländern einen Wirtschaftlichen Vorteil wird es die Beziehung zu eurer eigenen Regierung gegenüber euch schmälern. Ist diese unter 40% nimmt man euch schon eure Drohnen weg, was das Spiel bedeutend schwieriger macht. Steigt es wieder über 40% bekommt ihr diese natürlich wieder. Drohnen können eingesetzt werden um bei Missionen Taktische und Bewaffnete Unterstützung zu leisten. Sowieso wird eure Regierung euch häufiger wichtige Fragen stellen. Im Laufe des Spieles hat man es mit vielen Nicht-Regierungs-Organisationen zu tun, wie “Die Weltbank” oder anderen zwielichtigen Gestalten. Diese geben euch zwar finanzielle Unterstützung für Forschungen, die in ihrem Gebiet abgewickelt wurden, aber eure Regierung wird euch auch fragen ob ihr diese Technologie überhaupt mit ihnen teilen möchtet. So sind Lobbyisten und NGOs mächtige Werkzeuge in diesem Spiel, die euch aber auch sehr leicht Probleme bereiten können.

Eure Beziehung hingegen ist da schon ein wenig komplizierter, da eure Frau (oder Mann) euch um Gefallen bitten wird. Dies geht vom Ausleihen einer eurer Agenten, bis hin zu einem Abendessen oder Hilfe für ein anderes Land. Mit allem, was sie euch vorschlagen wird, wird eure Regierung wahrscheinlich nicht damit einverstanden sein und ihr werdet ein paar Prozentpunkte verlieren.

Mehrere Enden

Das Spiel hat mehrere Enden zu bieten. Entweder ist eure Regierung so unzufrieden mit euch dass sie euch rauswerfen oder die Weltuntergangsuhr ist auf 0 oder -x gelandet. In dem Fall bricht ein globaler Krieg aus der die Menschheit vernichten würde. Als drittes kann es natürlich noch sein dass ihr die Sigma Theorie vor allen anderen erforscht. In dem Fall habt ihr gewonnen. War euer Diplomatisches Geschick gut genug ist der Sieg eurer. In unserem Test war die Weltuntergangsuhr 1 vor 12 und Japan hat dann plötzlich es geschafft Robotik weiter zu entwickeln. Resultat… wir hatten zwar alle Agenten, haben aber dennoch verloren… im Grunde so kurz vorm Sieg. Schade. Hier merkt man aber auch das das Spiel echt Laune macht. Das bangen um die Welt und gleichzeitig zuzusehen das man die besten Technologien und Wissenschaftler hat. Einfach nur super.

Hoher Wiederspielwert

Durch freischaltbare Agenten (zu Anfang kann man ca. 12 Spielen, maximal gibt es 50) lohnt sich das Spiel auch es ein weiteres mal durch zu spielen. Dadurch das sie KI immer anders handelt und auch die Länder nicht immer genau so forschen wie im vorherigen Spiel spielt es sich ein wenig anders. Die Grundspielweise ist zwar immer dieselbe, dennoch spielt sich das Spiel immer ein wenig anders. Auch wenn man es für mehr Punkte am Ende immer und immer wieder spielt. Es macht einfach schon Spaß, einfach weil es simpel anfängt, tatsächlich mit der Zeit aber auch spannender wird. Es ist ein recht simpel aufgebautes Spiel, grafisch nicht wirklich Anspruchsvoll (mit Ausnahme der Agentenbildern). Der Soundtrack hingegen ist wunderbar stimmig und passt zu dieser Zukunftsdystopie.

Zusammenarbeit mit anderen Regierungen ist auf dem Weg zum Ziel essentiell.

Fazit:

Sigma Theory ist ein simples, aber spannendes Spiel in einer sehr nahe spielenden Zukunft. Die Grafik ist recht simpel gehalten, passt aber zur dieser Hacker,- Cyber- und Zukunftsthematik. Die Melodien des Spieles haben einen sehr guten Klang und brauchen sich teils (laut einem Zuschauer) nicht hinter großen Spieleserien zu verstecken.

Dennoch… das Spiel ist noch Early Access, dies sieht man insbesondere an Texten die noch nicht alle lokalisiert sind. Schade eigentlich. Dennoch bin ich bei dem Spiel voller Hoffnung denn auch hier hat der Entwickler noch sehr viel Versprochen… unter anderem noch weitere Länder mit denen man spielen kann. Ich bin gespannt was da noch kommen wird…

Sigma Theory II Early Access

17,99€
8.1

Grafik

7.0/10

Sound/Musik

8.5/10

Bedienung

8.5/10

Story

8.5/10

Pros

  • Spannende aufbauende Story
  • Variationsreiche Agenten
  • Toller Soundtrack
  • Wiederspielwert

Cons

  • Noch nicht alles übersetzt
  • Spielzeit pro Spieldurchlauf "nur" ca. 4 Stunden

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