The Council – Test

Das Mystery-Adventure “The Council” von “Big Bad Wolf” entführt euch auf eine Insel in England des Jahres 1793. Dort hat ein geheimnisvoller Lord ein Konzil einberufen aus den mächtigsten Personen der damaligen Zeit. Zwei der berühmten Gäste sind George Washington und Napoleon Bonaparte.

Worum geht es?

Der Grund weswegen sich unser Held auf dem Weg zur Insel und zum Council macht ist, dass seine Mutter verschwunden ist. Bei der Suche nach ihr geratet ihr immer weiter hinein in eine Geschichte voller Verschwörung, Verrat, Intrigen und List. Dabei trifft man auf einige sehr interessante Charaktere aus der Geschichte. Dabei muss Louis sich auf der Suche nicht nur nach Gesprächen mit den Konzilgästen stellen, sondern auch interessanten Rätsel, die teilweise sogar richtig fordernd sind, lösen.

Ein Mystery-Adventure mit Rollenspiel-Elementen

Erreicht man die Insel des Lords geht es erst einmal an die Klassenwahl. Wie in jedem guten Rollenspiel gibt es hierbei eine Auswahl an verschiedenen Berufen. Der Detektiv beispielsweise kann bei seinen Gesprächspartner einfacher Auffälligkeiten entdecken, während der Diplomat gut im umschiffen von Dialogen ist. Manipulation beherrscht der Okkultist sehr gut. Darunter gibt es in den Talentbäumen noch einige andere Talente, die man verbessern kann. Politik, Etikette, aber auch Chemie und Wissen sind recht wichtige Talente, die man sehr häufig im Abenteuer gebrauchen könnte – auch wenn meistens mehrere Optionen zur Auswahl stehen. 

Links unten am Rand zeigt das HUD die Fertigkeitspunkte die man hat sowie das Fläschchen-Inventar. Hier kann man direkt auf Diese zugreifen, so gibt es zum Beispiel Elixiere die dafür Sorgen, dass die nächste Talentnutzung keine Fertigkeitspunkte verbrauchen wird. Oder das “Gelee Royal”, welches dafür sorgt das einige Fertigkeitspunkte zurückerstattet werden. Genutzt werden die Fähigkeiten vielseitig. Zum Beispiel ist Chemie von Nöten, wenn man ein Blatt mit Geheimschrift entziffern möchte oder das Manipulieren oder Gespräche umlenken. Man wird recht viele Elixiere im Spiel finden und jedes Einzelne ist enorm wichtig. 

Hat man Talentpunkte in speziellen Talenten verteilt, die auch genutzt werden, dann kann je höherer Stufe in diesem Talent es schaffen den Fertigkeitspunkteverbrauch zu reduzieren. 

Doch so einfach ist es nicht diese Talente zu nutzen, denn bei einem Fehlschlag erhält man einen “negativen Effekt”, der den Hauptcharakter schwächt. Dies kann nur durch ein gewisses Elixier wieder aufgehoben werden. Negative Effekte tauchen zum Beispiel auf, wenn man ein Talent verwendet, wo der Gegenüber immun ist – oder wenn man zu viele Tränke einwirft. Im Beispiel oben seht ihr Johann Christoph von Woellner. Der Preuße ist gut durch die Politikerfähigkeit Ablenkung aus der Reserve zu locken, während man mit Okkultismus auf seinen Widerstand trifft, welches zu besagten Effekt Sorgen würde. Auch die anderen Charaktere haben Immunitäten und Schwächen, die man allerdings erst einmal selbst herausfinden muss. 

Jegliche Entscheidung hat Auswirkungen

Wie in anderen Spielen, wo die Story im Vordergrund steht hat jede Entscheidung seine Auswirkungen. Eine Falle, die ausgelöst wurde weil ich ein Rätsel vergeigt habe sorgte dafür dass wir unsere Hand verloren, diese war natürlich auch in den darauffolgenden Episoden nicht mehr da. Am Ende der ersten Episode muss man entscheiden ob man mit Elisabeth Adams oder mit Emily Hillsborrow mitgeht. Nachfolgende Szenen sind zwar immer anders, die Story jedoch verlief ein wenig anders ab. Viele Episoden haben auch mehrere Enden, so das ein weiteres Durchspielen mit anderen Konstellationen und Gesprächsführungen zu anderen Enden führen könnten. 

Auch Gespräche könnten zu anderen Entscheidungen führen. Manche Gespräche sind Gesprächsreihen, wo man eine gewisse Anzahl an Fehlern machen darf. In dem Fall läuft oben eine Leiste, die anzeigt wie viele Dialogentscheidungen noch kommen und wann man es geschafft hat. Schafft man dies nicht entgehen einem wichtige Informationen, die dir eventuell dann in der späteren Story fehlen würden. 

Die Rätsel

Die Rätsel sind perfekt in das Spiel eingebunden. Da das Spiel auch sehr stark auf Erkundung des Palastes aus ist wird man einige Rätsel finden. Rätsel mit Jahreszahlen von Schlachten der Vergangenheit oder schwere Kalenderrätsel wo man den Abrahamitische Kalender und den islamischen Kalender miteinander vergleichen muss, um Hinweise darin finden, wann was in der Bibel passiert ist. Generell sind die Aufgaben zwar schaffbar und die meisten Rätsel werden bei nicht Erfüllung ein weiterkommen unmöglich machen – Sprich: Umgehen kann man die Rätsel nicht. Wer also auf eine Mischung aus einfachen und schwierigeren Rätseln steht ist mit diesem Adventure goldrichtig. 

Grafik, Sound und Sprecher

Grafisch gesehen sieht das Spiel Umgebungsmäßig richtig gut aus. Lediglich die Gesichtsanimationen der Charaktere sind nicht wirklich auf der Höhe der Zeit. Auch die Bewegungen wirken nicht wirklich auf dem neuesten Stand der Technik. Die Sprecher sind durchweg gut ausgesucht und machen ihren Job sehr gut. Von dem Sound her kann man nicht meckern, dennoch wäre hier noch mehr drin gewesen. 

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Bewertung: 

Story: 9,5/10
+ spannende Story, deren Verlauf immer mal überrascht
+ Rollenspiel-System                                                                                                      + interessante Gespräche 

-manchmal weiß man nicht wo es lang geht und was als nächstes kommt

+ schöne Lichtquellen die die Szenerie gut einhüllt

Grafik: 8/10
+ schönes Herrenhaus mit massenweise Details                                                    
+ schöne Lichtquellen die die Szenerie gut einhüllt
+ gut aussehende Charaktere…                                                                                   

-deren Gesichtsanimationen nicht so gut aussehen                       

Sound: 8/10
+ zweckmäßige Umgebungsgeräusche
+ schöne Musik
+ gute Synchronsprecher

Bedienung: 6/10
– ab und an leichte Steuerungsprobleme

Gesamtbewertung: 8/10

Fazit

Zugegeben war ich sehr skeptisch als ich mit der ersten Episode “The Mad Ones” angefangen habe. Ein Adventure was auch gleichzeitig einen gewissen Rollenspielaspekt bedienen möchte. Ich muss zugeben das mich das Spiel doch nachträglich sehr überrascht hat, insbesondere nachdem bei mir der Schluss der ersten Episode kam. Ich wollte Mehr und bekam alle paar Monate immer mehr. The Council ist für mich ein schönes Adventure. Ich liebe das Szenario mit den realen geschichtlichen Persönlichkeiten die darin vorkommen. Gerade wenn man die Episoden nicht in einem Durch gespielt hat, weiß was es heißt wenn dann etwas fehlt. Zum Glück ist das Spiel nun komplett draußen mit allen Episoden. Super werde das Spiel bestimmt noch einmal durchspielen wollen – schließlich gibt es noch zwei weitere Charakterklassen die andere Entscheidungen die man wählen konnte. Von mir eine absolute Adventure-Empfehlung für dieses Spiel. 

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