The Elder Scrolls: Blades – Beta Test

Kaum ein Kontinent bietet so viel Platz zum Erkunden wie das sehr beliebte Tamriel. Die Welt der Elder Scrolls Spiele lädt zum erkunden ein wie keine Zweite und nun können Spieler diese Welt, zumindest in Teilen, auch auf dem Handy erkunden in Blades.

Schon wenn man in das Spiel einsteigt merkt man deutlich, dass die Zeit der gehassten und verpönten Mobile Games vorbei ist. Kein Candy Crush, kein Farmville oder sonstiger abartige Vorort Institutionen. Wenn ein großer Name wie Bethesda hinter dem Spiel steht, sollte ja eigentlich was ganz vernünftiges dabei heraus kommen. Doch schauen wir uns das Spiel erst einmal an.

Ist sie nicht heroisch? Zwar noch am Anfang ihres Abenteuers, aber heroisch!

Aller Anfang ist schwer…

…so auch für meine Abenteurerin. Als eine der namensgebenden Klingen (engl. Blades) wurde sie vom Kaiser ins Exil geschickt und kehrt in ihre Heimatstadt zurück nur um festzustellen, dass diese bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Lediglich ein paar Leute haben überlebt und nun müsst ihr helfen die Stadt wieder aufzubauen. Dabei könnt ihr selbst bestimmen, wo die meisten Gebäude hingebaut, Dekoration platziert wird und natürlich wie eure Stadt heißen soll.

Was gehört zu einem echten Elder Scrolls? Natürlich eine übertriebene Charakter Anpassung!

Nach einem kurzen Tutorial geht es auch direkt in die Heimatstadt. Dort wird erstmal der Charakter angepasst, denn das Spiel ist klassischerweise ein First-Person-RPG. Nun gilt es in der Stadt Aufträge anzunehmen um die Story voran zutreiben und natürlich um Rohstoffe zu erhalten, damit man seine Heimat wieder aufbauen kann. Aber ihr seid nicht an dieses Schema F gebunden, denn im laufe der Zeit schaltet ihr den Abgrund und die Arena frei. Der Abgrund ist einfach nur ein endloser Lauf in einem Dungeon in dem es immer weiter nach Unten geht. Je tiefer ihr kommt, desto besser der Loot aber auch die Gegner. Die Arena ist dagegen der PVP Schauplatz von Blades und bietet 1v1 Kämpfe gegen andere Spieler.

Technik und das Kampfsystem

Wenn man in die Welt von Blades eintaucht muss man schnell feststellen, dass es für ein Mobile Game sehr gut aussieht. An dieser Grafik können sich noch so manche Spiele für Konsolen ein Beispiel nehmen. Gespielt wird entweder im Hochformat, wodurch man durch klicken auf den Boden die Bewegung des Charakters einleitet bzw durch wischen des Bildschirmes die Kamera drehen kann. Aber das Spiel lässt sich auch im Querformat spielen, und das gänzlich ohne Ladezeit Überbrückung oder sonstiges. Einfach Smartphone quer legen und schon kann es losgehen.
Natürlich funktioniert auch hier die Steuerung per Klick befehl, aber man kann noch eine weitere Steuerungsart aktivieren, die virtuellen Joysticks. Durch langes gedrückt halten des linken oder rechten Bildschirmrands, aktiviert sich diese Steuerung automatisch, sodass man nun das Spiel wie auf der Konsole durch den linken Stick steuern und durch den rechten Stick sich umschauen kann.

Klar muss man in nem RPG auch reden… aber müssen diese Söldner einem denn immer im Weg stehen?

Passend fürs Handy ist dem entsprechend die Kampf Steuerung vereinfacht worden. Natürlich kann man nicht herumlaufen, während man im Kampf ist. Wenn man auf einen Gegner trifft, startet immer ein 1v1 Match. Auch wenn mehrere Gegner gerade auf dich zu rennen, sie werden einer nach dem anderen abgefrühstückt. Im Kampf kann man dann bereits erlernte Fähigkeiten oder Zauber einsetzen bzw seine Waffe und Schild benutzten. Welche Waffe man nun sein Eigen nennt, abgesehen von Fernkampf, das bleibt einem selbst überlassen. Nach einem Kampf kann es dann ganz schnell heißen, nach Heilung suchen, denn die HP regenerieren sich nicht von allein.

Wenn man dann in den Genuss kommt genügend Erfahrungspunkte angesammelt zu haben, steigt das Level des Charakters und man darf sich neben gestiegenen HP noch freuen über mehr Ausdauer für Fähigkeiten oder mehr Mana für Magie. Worauf der Fokus liegt, hängt von der eigenen Spielweise ab, denn ob Ausdauer oder Mana gesteigert wird dürft ihr euch selbst aussuchen.
Wer bereits einen TES Teil gespielt hat weiß, dass zusätzlich noch ein Fähigkeitspunkt vergeben wird, der dann in einen der drei Talentbäume gesteckt werden kann. Nur schade, dass hier gewisse Fähigkeiten erst ab gewissen Leveln freigeschaltet werden können und man somit etwas eingeschränkt bei der individuellen Gestaltung seines Charakters ist.

Zauber, Grundlegende Talente oder Fähigkeiten… auch mit Blades im Hochkant Modus keine leichte Entscheidung

Die Stadt, ihre Ausbauten und Missionen

Wie bereits erwähnt gilt es neben dem eigenen Charakter auch die Stadt auszubauen. Für Geld und Rohstoffe müssen Häuser wieder errichtet und vor allem Läden neu aufgebaut werden. Zu Beginn könnt ihr lediglich einfache Hütten aus Holz bauen. Mit wachsendem Ansehen eurer Stadt könnt ihr aber neue Gebäude freischalten und diese später auch aus Stein erbauen lassen. Natürlich sind diese teurer, kosten wertvollere Rohstoffe und brauchen mehr Zeit… doch mehr dazu später.

Wie beginnt jede gute Stadt… mit dem politischen Gebäude!

Rohstoffe bekommt ihr auf Missionen und als Belohnungen. In den einzelnen Missionen sind sie nicht zu übersehen, da sie sich durch ein schönes Leuchten deutlich von ihrer Umgebung abheben. Die Missionen sind wie folgt unterteilt:

  • Quests: Diese erhaltet ihr logischerweise in der Story von den Einwohnern. Hier gibt es Haupt- und Nebenquests.
  • Aufträge: Missionen, die täglich erneuert werden. Einige von ihnen sind für einen Tag vorhanden, andere für eine Woche und andere sind einfach da, um da zu sein.
  • Herausforderungen: Das ist euer tägliches Gebet. Diese Mission beinhalten das klassische “Töte Gegner X 5 mal” oder “Blocke 3 mal mit deinem Schild in einer Mission”. Für diese Herausforderungen gibt es Geld und Rohstoffe.

Gemeinsam haben die Missionen alle, dass sie unterteilt sind in die Schwierigkeiten 1 – 5. Je höher, desto besser und stärker solltet ihr selbst lieber sein, da ihr euch sonst auch gleich direkt von der nächsten Schlossmauer stürzen könntet.


Puh für die Ruinen noch ne Woche Zeit… aber den Glühstaub sollte ich heute mitnehmen.

Kisten und Edelsteine

Eine weitere Möglichkeit an den wertvollen Loot zu kommen sind Kisten. Diese können als Belohnung erhalten oder während einer Missionen aufgesammelt werden. In ihnen kann von Gold, über Materialien bis zu Ausrüstung alles enthalten sein. Doch kann man sie nicht einfach öffnen, denn hier kommt nun die Geldmaschine von Bethesda ins Spiel.
Kisten zu öffnen dauert Zeit. Von 5 Sekunden bei einfachen Kisten über mehrere Stunden bei hochwertigeren Kisten. Und natürlich geht nur eine Kiste zur selben Zeit. Man kann diesen Vorgang allerdings beschleunigen, genauso wie den Ausbau von Häusern oder das Anfertigen von Ausrüstung, nämlich mit Edelsteinen.

Im Shop gibt es gegen dein Bankkonto Edelsteine zu kaufen. Für die Ungeduldigen des Spiels

Edelsteine sind die einkaufbare Währung des Spiels und werden neben dem bereits erwähnten auch dazu benötigt um das eigene Inventar aufzustocken. Doch keine Sorge, hier ist nun kein pay2win angesagt, denn die grünen Steinchen kann man auch Ingame sich erarbeiten in Missionen… natürlich geht dies nicht so schnell wie sie einfach zu kaufen.

Fazit

The Elder Scrolls: Blades ist das, was es verspricht. Ein TES im Taschen Format, das durchaus zu begeistern weiß. Es macht mir immer noch Spaß den Abgrund hinunter zu laufen oder die Story und damit meine Stadt voran zu bringen. Ob das Spiel nun Bluetooth Kontroller für das Smartphone unterstützt, kann ich aus mangelndem Besitzes eines solchen nicht sagen. Es wäre aber definitiv eine Erleichterung der Steuerung für das Spiel. Seid diesem Wochenende ist das Spiel aus der Closed Beta gestiegen und ist frei für jeden der bereit ist, Tamriel auch unterwegs zu erkunden. Aber bitte bedenkt: Es ist noch im Early Access!

Den Schatz habe ich nicht nur im Spiel, sondern auch mit dem Spiel gefunden.

The Elder Scrolls: Blades

kostenlos
8

Grafik

8.0/10

Sound

9.0/10

Spielvergnügen

8.0/10

Steuerung

7.0/10

Pros

  • Elder Scrolls Feeling für Unterwegs
  • Endlos Kampf Modus für Loot zu sammeln
  • 1v1 PVP Arena
  • Eigengestaltung der Heimatstadt

Cons

  • Gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Gelegentliche Abstürze (Early Access)
  • Endlos Ladebildschirm beim Einloggen (Early Access)
  • Sich wiederholendes Level Design