The Medium – Review

Das neue Spiel The Medium von den Horror-Experten des Bloober Teams hat schon in den letzten Wochen in Previews große Wellen geschlagen! Doch was kann das Horror-Abenteuer überhaupt?

Die Story hinter The Medium

In The Medium schlüpft man in die Rolle des Namensgebenden Mediums namens Marianne die in einer verlassenen Hotelanlage aus der Sowjetzeit nach einem mysteriösen Anrufer suchen muss. Schon immer hatte Marianne die Fähigkeit die auch Mediums haben. Doch man ist in der alten Sowjethotelanlage nicht alleine… einige Gefahren lauern dort ebenso wie einige Geister der Vergangenheit.

Patentiertes Gameplay sorgt für Stimmung

Die reale Welt (Links) und die Geisterwelt (Rechts). Hier erkennt man deutlich dass das Medium in beiden Welten wandelt. Man schaue auf Körperhaltung und Hände

Das Spiel setzt dabei auf ein neues eigens patentiertes Gameplay. Denn Marianne kann sich in zwei Welten bewegen. An vielen Orten im Spiel bekommt sie Visionen. Dies wird dargestellt in dem der Bildschirm sich aufteilt in eine Art Geisterwelt und in der realen Welt. Steuert man nun den Charakter so bewegt dieser sich in beiden Welten, interagiert der Charakter in der realen oder Geisterwelt mit einem Gegenstand, so kommt auch die Bewegung in der anderen Welt zustande, auch wenn dort kein Gegenstand zu sehen ist. Auch wenn Marianne mit anderen Charakteren in der Geisterwelt kommuniziert ist das Bild meistens geteilt.

Hat man den Geist vom Körper getrennt bewegt man sich nur noch in der Geisterwelt. In diesem Fall dominiert die Szene mit der Geisterwelt während die reale beinahe still stehen bleibt.

Jegliche Bewegung der Sequenz wird auch in der realen Welt übertragen wo die Kamera meistens dann wo anders sitzt. Dies wirkt dann als würde sie mit sich selbst sprechen, während man aber direkt nebenan sieht mit wem sie wirklich spricht. Dies ist sehr stimmungsvoll umgesetzt und meiner Meinung nach mal wieder eine innovative Idee die sehr neu wirkt in dem Zusammenhang ein Medium zu spielen.

Eine der einfachen Aufgaben. Die Tür ist versperrt und in der Geisterwelt findet man keine Hinweise, zum Glück steht in der realen Welt eine Karre vor der Tür die man wegschieben kann.

Rätsel und andere Schwierigkeiten

In einigen Passagen muss Marianne ihren Geist vom Körper lösen. Dieser kann natürlich nicht ewig vom Körper gelöst sein. Tut sie dies friert die Seite mit der Realität ein, während man Marianne dann nur in der Geisterwelt steuert. So kann man Rätsel lösen die nur in der realen Welt nicht zu lösen sind. Findet man Dinge in der Geisterwelt so tauchen sie in Mariannes Inventar auf, haben aber eine andere Farbe die dann bedeutet, dass man diese Objekte nur in der Geisterwelt nutzen kann. Gefahren gibt es natürlich auch im Spiel, verlässt man zu lange den Körper verfällt der Geist und Marianne ist nur noch eine leere Hülle, dies wäre natürlich dann ein Game Over.

Die Speicherpunkte sind allerdings alle sehr fair gesetzt und sorgen zumindest für keinen Frust wenn man mal stirbt.

Grafisch verdammt beeindruckend

Die Grafik weiß durch und durch zu beeindrucken. Jegliches Gebiet sieht sehr schön detailliert aus und hat schon beinahe Fotoniveau. Bäume, Straßen, Blätter – alles sieht sehr realistisch aus und wenn der Wind durch das Gras streift weiß man dass hier Profis am Werk waren. Lichter und Schatten bilden meistens immer für ein atemberaubendes Szenario und das Hotel aus der Sowjetzeit sieht so aus wie man sich so ein altes Gemäuer vorstellt. Grafisch habe ich zumindest gar nichts an diesem Spiel auszusetzen.

Gute Sprecher, klangvolle Atmosphäre

Die Sprecher sind alle durchweg gut. Im alten Gemäuer und auch unter freien Himmel haben die Entwickler eine Soundatmosphäre geschaffen die bisher seines gleichen sucht.

Der Soundtrack kommt von den Komponisten Arkadiusz Reikowski und Akira Yamaoka, einem Komponisten der schon für Musik der Spiele Lollipop Chainsaw, Silent Hill und Killer Is Dead zuständig gewesen war. Hier haben die Entwickler wirklich keine Kosten und Mühen gescheut und wirklich die Créme a la Créme von Komponisten angestellt.

Der rote Faden

The Medium ist, wie wir es auch schon von anderen Spielen des Studios kennen offenbar recht linear. Die Areale sind zwar recht weitläufig und man kann sehr viele Gegenstände und Sammelgegenstände abseits des Hauptweges finden, die neue Infos zur Welt liefern, dennoch ist in dem Spiel meistens ein roter Faden vorhanden der sich durch das Spiel zieht. So geht man im Grunde von Ort zu Ort und sucht sich dann den nächsten Weg. Zwar kann man wenn man in der Geisterwelt eine Tür geöffnet hat auch dann in der realen Welt meistens dann dort herein (dies sollte man auch tun um Sammelobjekte zu finden).

Dennoch ist das erzählerische gut in das Spiel eingeknüpft worden so das einfach stimmig alles zusammen passt, was dieses Spiel zu bieten hat.

Old-School-Kamera und Steuerung

Die Steuerung erinnert sehr stark an damalige Spiele. Die Kamera ist an vielen Orten fest, an manchen Orten wandert diese leicht mit. So fühlt man sich immer ein weniger an Klassiker wie Silent Hill, Resident Evil oder Alone in the Dark erinnert. Die Steuerung funktioniert eigentlich relativ super, lediglich bei Raumwechsel kommt es durchaus mal vor das die Kamera dann mal so unglücklich platziert ist das man beim hereinkommen erst einmal gegen die Tür selbst läuft. Dies kommt allerdings sehr selten vor und stört das große Ganze eigentlich kaum. Die Steuerung funktioniert mit Controller am besten, allerdings können PC-Spieler auch auf Tastatur umschwenken, welches ein wenig komplizierter zu steuern ist, aber auch nicht wirklich so das es schwer wird.

Fazit

The Medium wird ganz klar auf die Liste meiner Lieblingsspiele 2021 kommen. Insbesondere die innovative Idee der zwei Welten weiß durchaus zu Überzeugen.

The Medium

49,99 € Steam
9.5

Grafik

9.8/10

Sound

9.5/10

Bedienung

8.8/10

Story

9.8/10

Pros

  • Perfekte Grafik
  • Perfekter Sound
  • stimmige Atmosphäre

Cons

  • schon recht linear

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